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24.03.2021

Das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt informiert

Geflügelpestgeschehen

Im Rahmen der Kontaktnachverfolgung zu einem Geflügelpest-Verdachtsbetrieb in Nordrhein-Westfalen haben Geflügelhalter folgende Informationen an das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt Hildburghausen (03685/445-461) zu melden:


1.) Alle Geflügelhalter die seit dem 01.03.2021 Geflügel erworben haben, haben diesen Kauf unter Angabe der Anzahl der Tiere und der Nennung des Verkäufers unverzüglich beim Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt Landratsamt Hildburghausen anzuzeigen.

2.) Alle Geflügelhalter im Landkreis Hildburghausen, die ihrer Pflicht zur Meldung des gehaltenen Geflügels bisher noch nicht nachgekommen sind, haben die Haltung von Geflügel unverzüglich beim Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt Landratsamt Hildburghausen anzuzeigen.

3.) Der nachgewiesene Erreger der Aviären Influenza (Geflügelpest) weist für Geflügel stark krankmachende Eigenschaften auf. Insbesondere bei Hühnern und Puten kommt es zu schweren Erkrankungen mit Todesfällen. Symptome der Erkrankung sind Anzeichen einer Atemwegserkrankung, sinkende Futteraufnahme und nachlassende Legeleistung.
Sollten Geflügelhalter Krankheitsanzeichen oder vermehrte Todesfälle bei ihren Tieren feststellen, ist unverzüglich das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt Landratsamt Hildburghausen zu informieren.


Zum Schutz vor einem Viruseintrag in den eigenen Nutzgeflügelbestand ist der Biosicherheit besonderes Augenmerk zu widmen. Folgende Regeln sollten unbedingt beachtet werden:
- Verhinderung des direkten Kontakts zwischen dem eigenen Geflügel und Wildvögeln
- Schutz der Futter- und Wasserstellen vor Wildvögeln
- Beschränkung des Zutritts von betriebsfremden Personen zu Geflügel haltenden Betrieben auf ein unerlässliches Minimum
- Tragen von Einwegschutzkleidung oder betriebseigener Kleidung beim Betreten der Ställe
- Auslegen von Desinfektionsmatten an der Hofgrenze (Zufahrt, Tor) und vor den Ställen
- Verbot der Verfütterung von Speise- und Küchenabfällen (auch keine Eierschalen).


Infektionen des Menschen mit dem Aviäre Influenza-Virus sind bislang nicht bekannt. Eine Empfänglichkeit des Menschen kann aber gegenwärtig nicht ausgeschlossen werden. Daher sollten auch Schutzmaßnahmen beim Umgang mit potenziell infiziertem Geflügel und Wildvögeln eingehalten werden (z.B. regelmäßige Händedesinfektion, tote Vögel nur mit Handschuhen anfassen).

Zusätzlich sind auffälliges Verhalten und Totfunde bei Wildvögeln umgehend dem Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt Hildburghausen zu melden! (03685/445-461)

gez.

A. Abele
Amtstierarzt

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