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Weihnachtsgrußwort des Landrates Thomas Müller

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

gestatten Sie mir, meine Worte an Sie in diesem Jahr mit einem entfernten Blick zurück zu beginnen.

Schließen Sie für einen Moment die Augen und erinnern Sie sich an Ihre Kindheit in dieser Adventszeit.

Ich bin mir sicher, den meisten von Ihnen fallen sofort tief eingeprägte Bilder ein. Der Duft in Mutters Küche, die oft nur Weihnachten geheizte und geschmückte Stube, viel Schnee; das Aufstellen der Weihnachtsdekoration, die über viele Jahre mühsam erstanden wurde oder die Aufregung auf die damals noch bescheiden ausgefallenen Geschenke.

Und heute? Was dominiert in der doch so ersehnten besinnlichen Zeit? Zeitdruck, Ungeduld, Jagd nach Geschenken und Lebensmitteln, als wenn es am nächsten Tag nichts mehr gäbe. Ist es das, wonach wir suchen? Ich glaube nicht. Die Botschaft muss eine andere sein.

Mit Kinderaugen schaue ich mir eine geschnitzte Christgeburt an und erkenne so viele wertvolle und wohltuende Bilder. Friedlich hütet ein Schäfer seine Herde, welch Achtung und Demut vor der Erhaltung der Natur und unserer Umwelt wird erkennbar. Die drei Weißen, bei denen im Übrigen immer ein Andersfarbiger dabei ist. In dieser Gemeinschaft spielen Weltanschauung, Hautfarbe oder Religion keine Rolle. Im Mittelpunkt die heilige Familie. Behütet und geliebt - das Kind, wenn auch unter rauen Bedingungen.

Das ist die Botschaft - der Zusammenhalt in der Familie, zwischen Freunden und Kollegen.

Das Genießen der vielen prachtvollen kleinen Dinge unseres Lebens, aber auch die Dankbarkeit für die Umstände unter denen wir leben dürfen. In vielen Gebieten unserer Erde werden auch in diesen Wochen Menschen hungern, um ihr Leben fürchten oder es auch verlieren. Vergessen wir das nicht, bei dem fast erdrückenden Weihnachtsrummel an vielen Stellen. Besinnen wir uns auf das Wesentliche.

Lassen Sie mich bewusst auf die Weihnachtsgeschichte zurückkommen. Angesichts all des Unfriedens in der Welt, angesichts der Kriege und terroristischer Aktionen ist das Wort „Frieden auf Erden“ ganz sicher Millionen Menschen tief ins Herz gedrungen und sehnlichster Wunsch.

Der sich momentan im All befindliche Raumfahrer Alexander Gerst brachte es vor kurzem auf den Punkt: „Unser Planet ist aus dem Weltall betrachtet so wunderschön und friedlich. Warum erkennen die Menschen das nicht und tragen Sorge für sich, für ihre Mitmenschen und für unsere Welt.“

Geben wir dem Weihnachtsfest seine ursprüngliche Bedeutung zurück und handeln mit Nächstenliebe, wie all die Ehrenamtlichen, Vereine und Institutionen, die sich um andere kümmern und damit einen wertvollen Beitrag zur Stärkung unseres Landkreises leisten. Lasst uns in diesen Tagen Menschen Kraft geben, die wenig haben oder gar alleine sind. Wenn jeder von uns ein wenig gibt, können wir gemeinsam viel erreichen.

Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie eine besinnliche, gesegnete Weihnachtszeit und ein gesundes, glückliches neues Jahr 2019.

Ihr Landrat

gez.
Thomas Müller

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