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24.02.2026

Demonstration vor dem Landratsamt am 26.02.2026 

Informationen für Mitarbeitende

Am Donnerstag, 26. Februar 2026, wird vor dem Landratsamt eine angemeldete Demonstration des Tierschutzvereins Südthüringen e.V. stattfinden. Die Veranstaltung ist für die Zeit von ca. 16:00 bis ca. 17:30 Uhr angekündigt und findet im Bereich vor dem Haupteingang statt.

Wichtige Hinweise

Keine Gefährdung des Dienstbetriebs: Für Mitarbeitende besteht kein Grund zur Sorge. Der reguläre Dienstbetrieb und der Zugang zum Gebäude bleiben in der Regel gewährleistet.

Mögliche Beeinträchtigungen: Es kann kurzfristig zu Lärm oder zu einer erhöhten Fußgängerfrequenz vor dem Gebäude kommen. Bitte planen Sie bei Bedarf kurze Zeitpuffer für Ein- und Ausgänge ein.

Worum geht es:

Pressemitteilung – Klärungstermin im Tierheim Hildburghausen: Transparenz und Zusammenarbeit im Fokus zwischen dem Landratsamt und dem Tierschutzverein

Hildburghausen, 19.02.2026. Am Donnerstag trafen sich Vertreterinnen und Vertreter des Landratsamtes Hildburghausen und des Tierschutzvereins Südthüringen e.V. im Tierheim Hildburghausen zu einem klärenden Gespräch. Anlass des Termins war die Versachlichung der öffentlichen Debatte sowie die gemeinsame Erarbeitung tragfähiger Lösungen zur Sicherung einer tierschutzgerechten Unterbringung und Versorgung der Tiere im Landkreis. Teilnehmende waren Landrat Sven Gregor, Dr. Adrian Abele (Leitung Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt), Christian Edelmann (Leitung Dezernat 3) sowie Ute Poerschke, 2. Vorsitzende des Tierschutzvereins Südthüringen e.V., und Vertreterinnen und Vertreter des Tierheims Hildburghausen. Ziel des Treffens war es, offene Fragen zur vertraglichen Situation, zur finanziellen Unterstützung und zur Dokumentation der Kosten transparent zu klären und Missverständnisse auszuräumen. Das Landratsamt betont seine Pflichtaufgabe, die tierschutzgerechte Haltung und die vorübergehende Unterbringung von durch das Amt in Obhut genommenen Tieren sicherzustellen. Die Erstattung der Kosten für diese Fälle obliegt dem Landkreis. Dies bedeutet jedoch nicht, dass das Landratsamt die vollständige Finanzierung des Tierheims übernimmt und auch nicht, dass zwingend eine Unterbringung der Tiere im selben Landkreis erfolgen muss. Seit dem 1. Januar 2026 besteht eine vertragsfreie Zeit zwischen Landkreis und Tierschutzverein; ein Vertragsangebot wurde unterbreitet, ein endgültiger Vertragsschluss ist bislang noch nicht erfolgt.

Historisch bestand zwischen dem Landkreis und dem Tierschutzverein seit 2016 ein Tierheim-Vertrag, der 2020 angepasst wurde. Die Anpassung beinhaltete eine höhere Pauschale sowie verschärfte Dokumentations- und Nachweispflichten. Wiederholte Hinweise der Kämmerei und des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamts auf eine detaillierte Kosten- und Tierdokumentation wurden vom Verein nur teilweise erfüllt. Diese Differenzen sind vor einer langfristigen vertraglichen Regelung auszuräumen, um eine konstruktive und verlässliche Zusammenarbeit zu ermöglichen. Der Landkreis weist darauf hin, dass die derzeitigen finanziellen Rahmenbedingungen begrenzt sind: Der aktuelle Haushaltsansatz liegt bei 10.000 Euro. Es wurden bereits Vorschläge für höhere Pauschalen (beispielsweise 60.000 Euro) diskutiert; diese sind jedoch noch nicht beschlossen. Zudem verweist das Landratsamt auf unzureichende Landesmittel und die Notwendigkeit, zusätzliche Finanzierungswege zu prüfen, etwa durch stärkere Beteiligung der Gemeinden oder Modelle analog zur Tierseuchenkasse.

Für eine zügige und transparente Lösung fordert das Landratsamt eine vollständige, nachvollziehbare Auflistung der Tiere und der damit verbundenen Kosten durch den Tierschutzverein. Nur auf dieser Grundlage können realistische Finanzierungsmodelle geprüft und verbindliche Vereinbarungen getroffen werden. Alle Beteiligten sind sich einig, dass das Wohl der Tiere oberste Priorität hat und dass die Verantwortung für den Tierschutz eine gemeinsame Aufgabe von Landkreis, Gemeinden, Land und Tierhaltern ist. Landrat Sven Gregor: „Wir nehmen die Situation ernst und suchen im Dialog nach einer tragfähigen Lösung, die den Tierschutz im Landkreis sichert. Für eine verlässliche Unterstützung ist Transparenz über Kosten und Tiere notwendig.“ Ergebnisse und weitere Schritte werden nach Abschluss zeitnah veröffentlicht.

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