Ein unvergessliches musikalisches Abenteuer in Uruguay - Die Big Band der Kreismusikschule Hildburghausen auf Konzertreise
Hildburghausen/Nueva Helvecia – Eine Konzertreise, die zu einem kulturellen Abenteuer voller musikalischer Höhepunkte und berührender Begegnungen wurde: Anlässlich des 10-jährigen Bestehens der Big Band der Kreismusikschule Carl Maria von Weber Hildburghausen reisten 22 Mitglieder der Big Band in das Herz Südamerikas – nach Uruguay. Die Reise, organisiert mit der Unterstützung der uruguayischen Botschaft in Berlin, wurde von Landtagsabgeordneten Henry Worm, dem Vorsitzenden des Vereins zur Pflege internationaler Beziehungen Neuhaus am Rennweg, und der Leiterin der Musikschule Manuela Holland-Merten akribisch geplant. Sie führte die Musikerinnen und Musiker in ein Land voller Überraschungen, geprägt von einer bemerkenswerten Gastfreundschaft.
Der prall gefüllte Zeitplan verlangte den Teilnehmern zwar einiges an Energie ab, doch war das Gefühl, eine einmalige Chance zu nutzen, allgegenwärtig. Schließlich gehört Uruguay, das kleinste spanischsprachige Land zwischen den Giganten Argentinien und Brasilien, für viele nicht zu den alltäglichen Reisezielen.
Nach einem kurzen Aufenthalt in der Hauptstadt Montevideo führte die Reisegruppe ihr Weg in die Partnerstadt von Neuhaus am Rennweg, Nueva Helvecia. Seit zwei Jahren besteht diese partnerschaftliche Verbindung, die nun durch einen grandiosen Konzertabend mit über 800 Gästen gekrönt wurde. Der Enthusiasmus und die Begeisterung des Publikums machten den Auftritt zu einem unvergesslichen Erlebnis. Die spürbare Energie zeigte, dass Musik die Fähigkeit hat, kulturelle und sprachliche Grenzen zu überwinden. Gleich am nächsten Tag folgte ein weiterer denkwürdiger Auftritt: Zum Tag der Deutschen Einheit spielte die Big Band in der Deutschen Botschaft in Montevideo und gewann erneut die Herzen der Anwesenden. Es war ein bewegender Moment, in dem die deutsche Kultur auf besondere Weise in die Ferne getragen wurde.
Doch die Reise war weitaus mehr als eine Abfolge musikalischer Darbietungen. Sie war eine Einladung, die Schönheit und Geschichte Uruguays zu entdecken, die weit über Montevideo hinausreicht. Die Gruppe besuchte Colonia del Sacramento, eine UNESCO-Weltkulturerbestadt, deren gepflasterte Straßen und koloniale Architektur die Zeit der alten Seefahrergeschichten lebendig werden ließen. Die Szenerie, geprägt von spanischen und portugiesischen Einflüssen, entführte die Besucher in eine vergangene Epoche.
Die Städte Atlántida, Piriápolis und das mondäne Punta del Este boten eine weitere Facette Uruguays: endlose Strände, einfache Strandhäuser, aber auch prunkvolle Villen und mondäne Urlaubsresorts. Der Anblick des Atlantiks, dessen Wellen majestätisch an die Küste schlugen, und Sehenswürdigkeiten wie das berühmte Adlerhaus in Atlántida oder das faszinierende Casa Pueblo in Punta Ballena, das wie eine Skulptur über den weiten Stränden thront, hinterließen bleibende Eindrücke.
Das Besondere an dieser Reise war jedoch die außergewöhnliche Herzlichkeit der Uruguayer. Besonders in Nueva Helvecia und der deutschen Kolonie Colonia Delta wurde die Wärme der Gastgeber spürbar. Ein besonders schönes Detail: Die Partnerstadt sponserte den Reisebus und organisierte verschiedene Veranstaltungen, um den Besuch so angenehm wie möglich zu gestalten. Diese Gastfreundschaft, gepaart mit den packenden Auftritten der Big Band und den beeindruckenden Landschaften, machte die Reise zu einem einzigartigen Erlebnis.
Die Teilnehmer waren tief bewegt von der Freundlichkeit der Menschen und den gemeinsamen Erlebnissen, die nicht nur die Verbundenheit untereinander, sondern auch die Freundschaft zwischen Deutschland und Uruguay stärkten. Für die Mitglieder der Big Band bleibt diese Konzertreise ein Erlebnis, das weit über die Musik hinausgeht. Sie war voller Inspiration, Entdeckungen und jener besonderen Momente, die zeigen, dass Musik überall auf der Welt Herzen öffnet. Uruguay, das kleine Land am Río de la Plata mit seinem großen Herzen, wird für immer einen besonderen Platz in den Erinnerungen der Reisenden einnehmen.
Henry Worm
MdL CDU