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30.03.2026

Pressemitteilung - Engagement für Schutz und Sensibilisierung

Präventionsveranstaltung zum Kinder- und Jugendschutz im Landkreis Hildburghausen

Hildburghausen, 26. März 2026. Rund 94 ehrenamtlich Engagierte aus dem Bereich Feuerwehr und Katastrophenschutz setzen sich aktiv dafür ein, Kinder und Jugendliche zu schützen und für Gefahren zu sensibilisieren. Im Rahmen einer Fachveranstaltung wurde dieses Engagement nun gebündelt und durch wichtige Impulse aus Beratung und Prävention ergänzt. Organisiert wurde die Veranstaltung durch den stellvertretenden Sachgebietsleiter Brand- und Katastrophenschutz, Rettungsdienst, Marcel Koch in Zusammenarbeit mit dem Kreisfeuerwehrverband Hildburghausen e.V., vertreten durch Norbert Schneider. Zu den Teilnehmenden zählten unter anderem Kreisbrandmeister, Stadtbrandmeister, Mitglieder des Versorgungszuges sowie Jugendwarte der Feuerwehren.

Die Veranstaltung zählt zu den ersten ihrer Art in diesem Rahmen im Landkreis und setzt gezielt auf den Schutz junger Menschen sowie die Sensibilisierung für aktuelle Gefährdungslagen, nicht nur im Internet. Im Fokus standen Fachvorträge und Beratungsangebote verschiedener Institutionen. Der Kinder- und Jugendschutzdienst „Villa Immergrün“, vertreten durch Marlen Linke und Christina Medrow, stellte seine Arbeit vor. Die Einrichtung fungiert als zentrale Kontakt- und Beratungsstelle im Landkreis Hildburghausen und richtet sich an Kinder und Jugendliche, die von Gewalt betroffen oder bedroht sind. Auch Angehörige, Vertrauenspersonen sowie Fachkräfte können sich dort kostenfrei, vertraulich und auf Wunsch anonym beraten lassen. Die Unterstützung reicht von der Begleitung betroffener Kinder bis hin zur Beratung von pädagogischem Personal.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der polizeilichen Kriminalprävention. Kriminalhauptkommissarin Manuela Ploch von der Landespolizeiinspektion Suhl informierte über Gefahren wie Medienkriminalität, Cybergrooming sowie strafrechtlich relevante Tatbestände, die bereits bei vermeintlich geringfügigen Delikten wie Beleidigungen beginnen können. Sie betonte die Bedeutung frühzeitiger Aufklärung – sowohl zum Schutz potenzieller Opfer als auch zur Prävention, damit Jugendliche nicht selbst zu Tätern werden.

Zudem wurde auf wichtige Verhaltensregeln im Ernstfall hingewiesen: Die Einschätzung eines Sachverhalts sollte stets Fachkräften überlassen werden, um die Glaubwürdigkeit von Aussagen – insbesondere bei Kindern – nicht zu gefährden. Ermittlungen gehören in die Hände der Polizei, um einen wirksamen Opferschutz sicherzustellen.

Hilfreiche Informationsangebote bieten unter anderem die Plattformen „polizeifuerdich.de“, die Inhalte kindgerecht aufbereitet, sowie „polizei-beratung.de“ für Erwachsene. Ergänzend unterstützt der WEISSE RING mit Beratungs- und Hilfsangeboten für Betroffene.

Die Veranstaltung machte deutlich: Der Schutz von Kindern, Jugendlichen und generell Betroffenen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die vom Engagement vieler getragen wird – insbesondere durch ehrenamtliche Kräfte, die sich tagtäglich für Sicherheit und Aufklärung einsetzen.

Informationen sind jederzeit auf folgenden Seiten zu finden:

https://www.polizei-beratung.de/ 

https://www.polizeifuerdich.de/ 

https://traegerwerk-thueringen.de/unsere-angebote/kinder-jugendliche-und-familie/beratungsstellen/kinder-und-jugendschutzdienst-villa-immergruen-hildburghausen/ 

https://traegerwerk-thueringen.de/ 

https://weisser-ring.de/ 

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