Pressemitteilung zur REGIOMED-Gesprächsrunde
Die geplante Rückführung der Henneberg-Kliniken GmbH einschließlich der Rehaklinik Masserberg sowie der Medizinischen Versorgungszentren im Kreisgebiet an den Landkreis Hildburghausen hat in der vergangenen Woche hohe Wellen geschlagen.
Auf Einladung von Vize-Landrat Dirk Lindner kamen am Mittwoch (11.10.2023) der Kreistagsvorsitzende, die Vorsitzenden der Kreistagsfraktionen, REGIOMED-Geschäftsführer Michael Musick, die Einrichtungsleiter des Klinikums Hildburghausen und der Rehaklinik Masserberg sowie Vertreter der Stadt Hildburghausen und der Gemeinde Masserberg zusammen.
„Die große Beteiligung an dieser Runde zeigt, welch hohen Stellenwert die gesundheitlichen Versorgungsstrukturen im Landkreis und insbesondere unsere Einrichtungen für die Kreispolitik haben“, dankte Dirk Lindner für die rege Teilnahme der Anwesenden. Mit allen Entscheidungen, die zu diesem weitreichenden Thema zu treffen sind, stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Einrichtungen im Vordergrund. Sie leisten einen hervorragenden Job und sind das Rückgrat unserer Gesundheitsversorgung. Darin waren sich alle Beteiligten der Sitzung einig.
In der Gesprächsrunde sollten offene Fragen, die mit der Rückführung der Einrichtungen an den Landkreis einhergehen, geklärt werden. Geschäftsführer Michael Musick stand während der rund dreistündigen Sitzung Rede und Antwort. Wichtig war es den Beteiligten strukturiert, kritisch aber zugleich zukunftsgewandt über alle relevanten Themen zu diskutieren. „Die Qualität und der Tiefgang der Fragestellungen der Kreistagsmitglieder hat mich darin bestätigt, dass sich die Vertreter in den letzten Tagen intensiv mit dieser Thematik befasst haben und sich der Tragweite ihrer künftigen Entscheidungen bewusst sind“, so der stellvertretende Landrat.
In der Diskussion gaben auch Marco Zipfel (Direktor Klinikum Hildburghausen) und Andreas Schütz (Einrichtungsleiter Rehaklinik Masserberg) Einblicke in ihre Häuser. Dabei wurde den Diskussionsteilnehmern noch einmal mehr deutlich vor Augen geführt, welch gut aufgestellte medizinische Einrichtungen im Landkreis Hildburghausen beheimatet sind. „Mit der Rehaklinik haben wir sogar ein bundesweites Unikat auf dem Gebiet der Ophthalmologie. Auch die geriatrische Rehabilitation am Klinikum Hildburghausen, um nur ein Beispiel zu nennen, leistet hervorragende Arbeit “, lobte Lindner die Institutionen.
Der Gesprächsfaden soll mit dieser ersten Gesprächsrunde nicht abreißen und auch im Landratsamt selbst wurde zwischenzeitlich eine Task Force gebildet, die sich intensiv mit der künftigen Aufstellung im Hinblick auf die Gesundheitsversorgung im Landkreis befasst.
Betont wurde weiterhin, dass man bei den Einrichtungen im Landkreis über tief verwurzelte Häuser spreche, die aus sozialer und wirtschaftlicher Sicht nicht aus dem Kreisgebiet wegzudenken sind. Deutlich wurde auch, dass noch viele weiterführende Fragen geklärt werden müssen. „Diese werden wir in der Kreistagssitzung Ende des Monats ausführlich beraten“, versicherte Lindner.
„Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern möchte ich das Versprechen geben, dass von unserer Seite aus alles getan wird, um unsere Häuser in ihrer jetzigen Form nahtlos weiterzuführen. Und noch einmal: Wir werden keine Entscheidung leichtfertig treffen, denn die Beschäftigten stehen bei jeder Abwägung absolut an erster Stelle“, so der Vize-Landrat.