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11.12.2025

Pressemitteilung

Verleihung des Ehrenbriefs des Freistaats Thüringen – zwischen Tradition und Aufbruch im Landkreis Hildburghausen 

Erfurt/Heldburg, 09. Dezember 2025. Das Ehrenamt ist ein unverzichtbarer Bestandteil des gesellschaftlichen Zusammenhalts – nicht nur im Landkreis Hildburghausen, sondern in ganz Thüringen. „Mehr als 750.000 Bürgerinnen und Bürger engagieren sich Tag für Tag und geben unserer Gemeinschaft etwas, das man nicht verordnen kann“, betonte Ministerpräsident Mario Voigt im Rahmen der feierlichen Verleihung des Ehrenbriefs des Freistaats Thüringen.

Umso mehr freut es Landrat Sven Gregor, dass unter den Geehrten auch ein Bürger aus dem Landkreis Hildburghausen vertreten ist. „Der Gemeinschaftsgeist von Herrn Ronny Stärker ist überragend. Ein Herz für die Vielfalt unserer Traditionen zu haben und Verantwortung für die Region zu übernehmen, ist wichtiger denn je. Wir können alle von diesem Engagement profitieren“, sagte Gregor.

Für die musikalische Umrahmung sorgte das „Atlantico Quartett“, das mit Werken von Joseph Haydn den feierlichen Rahmen stimmungsvoll ergänzte.

Insgesamt wurden zwölf Bürgerinnen und Bürger mit dem Ehrenbrief ausgezeichnet. Der Ehrenbrief des Freistaats Thüringen wird seit 2005 verliehen – an Menschen, die sich in besonderer Weise für die kommunale Selbstverwaltung oder in kulturellen und sozialen Organisationen engagieren. Geehrt werden Personen, die sich durch ihr Wirken nachhaltig um die Gestaltung der Gesellschaft im Freistaat verdient gemacht haben.


Die Laudatio zu Ronny Stärker:

Ein Mensch, der in besonderer Weise zeigt, was es heißt, Verantwortung für die eigene Heimat zu übernehmen – mit Herz, mit Tatkraft und mit einer tiefen Verbundenheit zu den Menschen seiner Region. Diese Anerkennung gilt Ronny Stärker. Er ist ein Mensch, der nicht abwartet, bis andere handeln – er gestaltet selbst. Als junges und engagiertes Mitglied des Stadtrats von Heldburg bringt er sich mit großem Verantwortungsbewusstsein in die kommunalpolitische Arbeit ein. Er denkt nicht in kurzen Wahlperioden, sondern in Generationen – mit einem klaren Blick auf das, was seine Heimat stark und lebenswert macht. Als Kirmespfarrer ist er eine prägende Persönlichkeit im kulturellen Leben seines Heimatortes. Er hält die Traditionen lebendig, er vermittelt Werte und Gemeinschaftsgeist, und er sorgt dafür, dass Brauchtum nicht im Museum verstaubt, sondern gelebt und erlebt wird. Ein besonderes Beispiel für sein Wirken war die 975-Jahrfeier seines Heimatortes Rieth – ein Ereignis, das er mit Herzblut mitgestaltet hat. Er organisierte Führungen, führte durch die Geschichte des Ortes – und schrieb sogar die Ortschronik, damit das, was über Jahrhunderte gewachsen ist, nicht vergessen wird, sondern Teil der Zukunft bleibt. Mit seinem Engagement beim regionalen Bierbrauen hält er eine jahrhundertealte Tradition des „Heldburger Unterlands“ lebendig – eine Tradition, die weit mehr ist als ein Handwerk: Sie ist Ausdruck von Geselligkeit, Handwerkskunst und regionalem Stolz. Ronny Stärker ist ein Brückenbauer zwischen Vergangenheit und Zukunft, zwischen Jung und Alt, zwischen Tradition und Aufbruch. Er zeigt, dass Heimatpflege keine Nostalgie ist, sondern ein lebendiger Ausdruck von Zusammenhalt und Verantwortung.

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