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11.02.2022

UWE- Jetzt auch für Familien

2022 mehr für die Gesundheit tun – Der neue „Uwe“ zeigt Ihnen, wie und wo!

Mit der Erstellung des ersten integrierten Sozialplans 2018 hat der Landkreis Hildburghausen den Themenkomplex „Prävention und Gesundheitsförderung“ zu einem Schwerpunkt im Rahmen der
Umsetzung des Landesprogramms „Solidarisches Zusammenleben der Generationen (LSZ)“ erklärt.
Hierbei arbeitet der Landkreis daran, Familien zu stärken und die Möglichkeiten für Menschen aller Lebensalter zu verbessern. Unser Anliegen ist, die Unterstützungsangebote so zu gestalten, dass die Bürger*innen lückenlos für alle Lebensphasen und Lebenslagen gewappnet sind. Gemeinsam mit ihnen möchten wir herausfinden: Was brauchen sie? Und wie können die bestehenden Angebote und die Zugänge zu diesen noch verbessert werden? Zu diesen Fragen wird es demnächst auch noch eine telefonische Befragung geben. Angebote sollen weiterentwickelt und zusammengeführt werden, sodass Kinder, Jugendliche und Erwachsene eine gute Basis für eine positive Lebensgestaltung haben.
Gesundheitsförderung ist ein lebenslanger und aktiver Prozess und umfasst mehrere Ebenen. Deshalb richtet der Landkreis seine präventive Arbeit auf sogenannte „kommunale Präventionsketten“ aus. Das heißt, dass Unterstützungsangebote so gestaltet werden, dass Familien eine ganzheitliche und lückenlose Förderung in allen Lebenslagen erhalten können. Wir wollen Brücken bauen und Übergänge gestalten, indem die Angebote aufeinander abgestimmt und passgenau konzipiert werden. Das können wir nur leisten, wenn die Maßnahmen den Bedürfnissen, Bedarfen und besonderen Gegebenheiten vor Ort in den Lebensräumen der Bürger*innen entsprechen.
Deshalb ist es wichtig, die Angebotsketten für und mit Familien zu gestalten. Das ist der Kern des Projektes „Präventionskoordination“, welches seit 2020 besteht und in Vollfinanzierung über das LSZ gefördert wird. Mit dem Trägerwerk Soziale Dienste in Thüringen GmbH konnte ein erfahrener und starker Partner für die Umsetzung unserer Ziele im Bereich Gesundheitsförderung gefunden werden. Frau Kathrin Linnig ist seit April 2021 unsere Projektleiterin und Präventionskoordinatorin. Vor diesem Hintergrund war ihre erste Aufgabe die Neugestaltung und Neuausrichtung des Präventionswegweisers des Landkreises.
Zur Entstehung: Vom „Wegweiser zur schulischen Gesundheitsförderung“ (neuerdings „Uwe I“), erstmals erschienen im Schuljahr 2006/07, gibt es bereits 15 (jährliche) Auflagen. Er zielt auf die Zusammenstellung umfassender Informationen zur ganzheitlichen Gesundheitsförderung ab, ferner soll durch ihn Nachhaltigkeit gesichert und ein regionales und überregionales interdisziplinäres Kooperationsnetzwerk für diesen Bereich initiiert und gepflegt werden.
Um Familien einen Überblick zu verschaffen, welche – oft kostenlosen – Angebote zur Gesundheitsförderung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene es vor Ort und online gibt, erscheint nun
der zweite Teil des Unterstützungswegweisers. Damit können wir nicht nur ein sehr gutes Informationsmedium für die Bürger*innen des Landkreises vorhalten, sondern auch den nächsten Schritt gehen in der Weiterentwicklung und Zusammenführung der vorhandenen Angebote.
Besonders Familien stehen immer wieder vor kleineren oder größeren Herausforderungen. Viele davon schaffen sie, alleine zu meistern, jedoch gibt es auch Situationen, für die sie professionelle Unterstützung „von außerhalb“ brauchen, bzw. Probleme, die sie mit Unterstützung schneller lösen können. Zeitweise befinden sich Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene, in Stress- Situationen wie etwa sozialem Rückzug und Bewegungsmangel im Zuge der Corona-Ausgangs- /Kontaktbeschränkungen, naivem Umgang mit den Sozialen Medien, nächtelangem Zocken, Alkohol- und Drogenkonsum, (Cyber-)Mobbing, Leistungsdruck und (Schul-)Versagensangst oder Übergewicht. Es ist meist nicht leicht, sich einzugestehen, Hilfe zu benötigen. Dieser „Uwe“ möchte Familien aufzeigen: Sie müssen nicht immer alles allein schaffen! Für viele Lebensbereiche halten unterschiedliche Anbieter*innen im und über den Landkreis hinaus – Expert*innen für ein bestimmtes Gebiet – Angebote für sie bereit, mit denen sie Erkrankungen, Unfälle, Probleme und Krisen bestmöglich verhindern bzw. Lösungen für ihre Probleme finden können. Der Arzt Christoph Wilhelm Hufeland brachte es bereits im 18. Jahrhundert auf den Punkt: „Vorbeugen ist besser als heilen!“
„Uwe“ beinhaltet in übersichtlicher tabellarischer Darstellung eine Vielzahl von Angeboten zur Gesundheitsförderung in einem Broschüren-Teil für Kinder und Jugendliche (35 Angebote, davon 11 Online-Angebote) und im anderen Broschüren-Teil für Erwachsene (81 Angebote, davon 21 Online-Angebote), welche jeweils untergliedert sind in neun Bereiche (unter anderem: Fit & gesund bleiben/werden, Gewaltschutz & Demokratiestärkung, Lebenshilfe & Konfliktbewältigung, Natur-, Umwelt- & Klimaschutz und Schutz vor Abhängigkeit & Sucht). Dabei sind die einzelnen Themenbereiche sehr breit gefächert – von A wie „Aktion Glasklar“ bis Z wie „Zuhause gewaltfrei leben!“ Darüber hinaus gibt es in jedem Broschüren-Teil das Extrakapitel „Notrufnummern & Hilfetelefone und Online-Beratungsangebote“.
Unter "Dokumente" an der rechten Seite ist „Uwe II“ im pdf-Format verlinkt. Des Weiteren wird der Unterstützungswegweiser in gedruckter Version aktuell auch an soziale Beratungsstellen, Ärzt*innen und Therapeut*innen, Stadt- und Gemeindeverwaltungen, Bibliotheken und andere öffentliche Einrichtungen und Stellen im Landkreis verteilt zur Weitergabe an bzw. Mitnahme durch die Bürger*innen.

Ausblick: Digital verfügbar sein werden die Angebote von „Uwe“ auf der interaktiven Karte des Standortatlas‘, welcher seitens der Kreisentwicklungsplanung des Landratsamtes derzeit in Bearbeitung ist und im 2. Halbjahr 2022 online geschaltet werden soll.

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