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07.07.2022

Wohnraum für ukrainische Flüchtlinge gesucht

Über 400 ukrainische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger hat der Landkreis Hildburghausen bereits aufgenommen, was ohne zahlreiche ehrenamtliche Helferinnen und Helfer nicht möglich wäre. Größtes Thema bleibt die Suche nach freiem Wohnraum.

Der Flüchtlingsstrom aus der Ukraine hat den Landkreis und insbesondere das Amt für Migration vor große Herausforderungen gestellt. Nach anfänglich vereinzelt privaten Ankünften, wurde seitens den Landesverwaltungsamtes in den letzten Wochen die gesammelte Zuteilung von Flüchtlingen über Busse forciert.

„Unsere Aufgabe ist es den Menschen, die mitunter Schreckliches erlebt haben, hier eine geregelte Ankunft zu bieten. Neben der Unterkunft gehören auch die Verpflegung und die Registrierung dazu“, erklärt Landrat Thomas Müller. „Besonders was die unmittelbare Ankunft im Landkreis in der ehemaligen Jugendherberge in Schnett angeht, erhalten wir weiterhin große Unterstützung von zahlreichen ehrenamtlichen Helfern. Uns ist bewusst welcher Kraftakt seit Wochen von den Helferinnen und Helfern geleistet wird, um den Geflüchteten hier im Landkreis, nach teilweise strapaziösen Odysseen durch Europa, ein Gefühl des Ankommens zu schenken. Eine solche Leistung ist keineswegs selbstverständlich“, so Müller weiter.

Auch in den Städten und Gemeinden selbst haben sich funktionierende Netzwerke gebildet, die den Ukrainerinnen und Ukrainern die ersten Schritte im Landkreis erleichtern. „Von Sprachkursen, Einkaufs- und Behördenfahrten bis hin zu Integrationskursen wird von Ehrenamtlichen bereits ein großes Spektrum an Hilfestellungen abgedeckt“, berichtet der Landrat.

Nach wie vor ist der Knackpunkt bei der Bewältigung der Flüchtlingssituation die Unterbringung der Geflüchteten. Mittlerweile haben Privatpersonen rund einhundert freie Häuser, Wohnungen und einzelne Zimmer gemeldet. Das Migrationsamt kümmert sich um die bedarfsgerechte Zuteilung, schließt Mietverträge und organisiert die Einrichtung von leerstehenden Immobilien. Mittlerweile kommt das Wohnraumangebot allerdings an seine Grenzen.

„Wir möchten daher noch einmal ganz gezielt dazu aufrufen dem Amt für Migration leerstehenden Wohnraum zu melden. Das betrifft vor allem abgeschlossene Wohnungen und auch größere Immobilien“, so Müller. „Uns ist bewusst, dass wir als ländlich geprägter Landkreis nicht die Kapazitäten wie Großstädte aufweisen können. Dennoch dürfen wir nichts unversucht lassen, um das Wohnraumangebot auszuschöpfen.“

Kontaktdaten des Amtes für Migration:

Mail: integration@lrahbn.thueringen.de

Tel.: 03685 / 445 - 488  

Weitere Informationen zum Thema „Unterbringung von Flüchtlingen“ gibt es auf der Homepage des Landkreises unter der Rubrik »Hilfe für die Ukraine im Landkreis Hildburghausen".

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