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26.03.2019

Aufruf zur Teilnahme am "Tag des offenen Denkmals" 2019 im Landkreis Hildburghausen

Der „Tag des offenen Denkmals“ am 8. September 2019 steht dieses Jahr unter dem bundesweiten Motto

„Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“

Am 8.9.2019 findet unter dem Motto „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“ bundesweit der nächste Tag des offenen Denkmals statt. Dann gilt es wieder, Türen und Tore tausender Denkmale für interessierte Besucher zu öffnen.  
Mit dem Motto laden wir anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Bauhauses dazu ein, den Blick auf alle revolutionären Ideen oder technischen Fortschritte über die Jahrhunderte zu richten und darauf, wie diese neue Kunst- und Baustile herbeiführten und somit ein Zeitzeugnis der gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Gegebenheiten darstellen. Unabhängig von Denkmalgattung, Zeit und Ort – Umbrüche sind überall zu finden.
Die Eröffnungsveranstaltung findet dieses Jahr am 07.09.2019 in Häselrieth in der Kirche mit Orgelweihe statt.
Der Tag des offenen Denkmals wird von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz bundesweit koordiniert und ist eine geschützte Marke der Stiftung. An jedem zweiten Sonntag im September brechen mehrere Millionen Besucher zu Streifzügen durch die Vergangenheit auf.
Weit mehr als 7.500 Denkmale sind geöffnet - und das jedes Jahr unter einem anderen Motto. Von Farbe am Denkmal, Holz als Werkstoff, romantische Denkmale des 19. Jahrhunderts oder unbequeme Denkmale jenseits des Guten und Schönen: Jedes Jahr liegt der Schwerpunkt auf einem anderen Aspekt, immer wieder gibt es etwas Neues zu entdecken.
Millionen von Kultur- und Denkmalinteressierten besuchen jährlich den Tag des offenen Denkmals, die größte Kulturveranstaltung, die es in Deutschland gibt.
Diese beeindruckenden Besucherzahlen zeigen, dass Denkmale uns allen etwas bedeuten, denn Denkmale prägen den Alltag jedes Menschen wie keine andere Kunstform.
Sie machen unsere Dörfer und Städte zu etwas ganz Besonderem und Einzigartigem. Sie sind für viele Menschen gleichbedeutend mit Heimat. Darum kommen zum Tag des offenen Denkmals auch Jung und Alt, weit angereiste Kultur- und Heimatliebhaber, ebenso wie Nachbarn und Familien. Sie alle besuchen Orte, an denen wichtige Meilensteine unserer Entwicklungsgeschichte greifbar und Generationen miteinander verbunden werden.
Die Idee zu einer Veranstaltung, welche die Öffentlichkeit für die Bedeutung des kulturellen Erbes und Belange der Denkmalpflege sensibilisiert, wurde ursprünglich in Frankreich geboren.
1984 rief der damalige Kulturminister Jack Lang die „Journées Portes ouvertes dans les monuments historiques" ins Leben. Aufgrund der großen Resonanz folgten in den nächsten Jahren weitere Länder dem Beispiel. 1991 griff der Europarat die Idee auf und begründete offiziell die European Heritage Days.
In Deutschland übernimmt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz seit 1993 die Aufgabe, diese Großveranstaltung zu koordinieren und sie bundesweit bekannt zu machen. Die Herausforderung gelingt: bereits im ersten Jahr öffnen 1.200 Kommunen ganze 3.500 Denkmale. Zwei Millionen Besucher kommen bundesweit - in 21 europäischen Ländern insgesamt zehn Millionen.
Bis 2015 beteiligen sich alle 50 Länder an der Aktion - in Deutschland über 2.700 Kommunen mit mehr als 7.500 Denkmalen, die jährlich von rund vier Millionen Besuchern bestaunt und begangen werden. Der Tag des offenen Denkmals ist bis heute eine Erfolgsgeschichte - und das wichtigste Schaufenster des Denkmalschutzes in Deutschland.
Das vielfältige Programm, bei dem jedes Jahr weit mehr als 7.500 Denkmale geöffnet sind, bietet viel Spannendes für Jung und Alt, Fachleute und Interessierte. In fachkundigen Führungen berichten Denkmalschützer an konkreten Beispielen über die Aufgaben und Tätigkeiten der Denkmalpflege. Archäologen, Restauratoren und Handwerker demonstrieren Arbeitsweisen und -techniken und lenken den Blick auf Details, die sonst einem ungeschulten Auge verborgen bleiben würden.

So wird am Tag des offenen Denkmals Geschichte greifbar, und das im wahrsten Sinne des Wortes. Mit der Öffnung historischer Bauten und Stätten, die sonst nicht oder nur teilweise zugänglich sind, erfüllen sich historische Träume für jeden Architektur- und Geschichtsliebhaber, frei nach dem Motto: Wenn nicht heute, wann dann?
Wir freuen uns, wenn wir wieder viele Veranstalter motivieren können, die bereit sind, ihre Kenntnisse und ihr Wissen über die Besonderheiten unserer Region einem interessierten Publikum zu vermitteln.
Wir rufen alle Kommunen, Kirchgemeinden, Architekten, Unternehmen, Vereine, Bürgerinitiativen, Privatleute, Heimat-, Archäologie- und Bauforscher auf, sich aktiv mit eigenem Know-how am diesjährigen Thema zu beteiligen.
Wir wenden uns an die Schulen und möchten Lehrer und Schüler animieren, das diesjährige Thema im Rahmen von Projektarbeiten zu erforschen und die Ergebnisse am Denkmaltag vorzustellen.
Die untere Denkmalschutzbehörde des Landratsamtes Hildburghausen steht Ihnen wie in jedem Jahr bei der Koordination, Organisation und medienwirksamen Öffentlichkeitsarbeit gerne zur Seite.
Wir bitten daher alle interessierten Teilnehmer, sich mit der unteren Denkmalschutzbehörde, Tel.: 03685/445225 und 445226, in Verbindung zu setzen und die Meldebögen anzufordern.

Diese sind bis spätestens 31. Mai 2019 ausgefüllt bei der unteren Denkmalschutzbehörde im Landratsamt Hildburghausen einzureichen.

Um eine langfristige Vorbereitung und positive Öffentlichkeitsarbeit zu ermöglichen, bitten wir Sie, den Termin für die Rückmeldung unbedingt einzuhalten.
Helfen Sie durch Ihre Teilnahme am „Tag des offenen Denkmals“ mit, dass unser kulturelles Erbe im Bewusstsein unserer Bürgerinnen und Bürger lebendig bleibt. Weitere Informationen hierzu erhalten Sie auch aus dem Internet unter

www.tag-des-offenen-denkmals.de und  www.thueringen.de/denkmalpflege.


gez.
Thomas Müller
Landrat

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