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19.05.2020

Die Wirtschaftsförderung des Landkreises Hildburghausen informiert

Soforthilfeprogramme Corona 2020

Die Thüringer Landesregierung hat in Kooperation mit dem Bund den Weg für Corona-Soforthilfeprogramme für die Wirtschaft, Landwirtschaft und Gemeinnützige Einrichtungen und Organisationen Thüringens freigemacht, die wirtschaftlich vom Corona-Virus betroffen sind. Eine Antragstellung ist noch bis zum 31. Mai 2020 möglich.

Die Thüringer Aufbaubank, GFAW und die Wirtschaftsförderung des Landkreises stehen Ihnen hierbei zur Seite.


Wirtschaft und Landwirtschaft

Was wird gefördert?

Die Soforthilfe wird als Billigkeitsleistung zur Überwindung einer existenzgefährdenden Wirtschaftslage gewährt, die durch die Corona-Krise vom Frühjahr 2020 entstanden ist. Eine existenzgefährdende Wirtschaftslage wird angenommen, wenn die fortlaufenden Einnahmen aus dem Geschäftsbetrieb des Antragstellers voraussichtlich nicht ausreichen, um die Verbindlichkeiten in den auf die Antragstellung folgenden drei Monaten aus dem erwerbsmäßigen Sach- und Finanzaufwand (bspw. gewerbliche Mieten, Pacht, Leasingaufwendungen) zu zahlen (Liquiditätsengpass).

Wer wird gefördert?

Antragsberechtigt sind im Haupterwerb tätige Unternehmen, Soloselbständige und Angehörige freier Berufe, die ihre Tätigkeit spätestens am 15.02.2020 aufgenommen haben sowie Haupterwerbsbetriebe Landwirtschaft (einschl. Gartenbau), Forstwirtschaft, Aquakultur und Teichwirtschaft, die ihre Tätigkeit vor dem31.12.2019 aufgenommen haben.

Gefördert werden Unternehmen mit Betriebsstätte in Thüringen mit bis zu 50 Beschäftigten.

Wieviel wird gefördert?

Die Höhe der Soforthilfe ist gestaffelt nach der Zahl der Beschäftigten pro Unternehmen (einschließlich Inhaber*in, Auszubildende können eingerechnet werden) und beträgt jeweils bis zu:

Tabelle Corona-Soforthilfe
Tabelle Corona-Soforthilfe

Anträge können online gestellt werden unter:

Informationen zu den Förderprogrammen:

Tel: 0800 534 56 76

Gemeinnützige Einrichtungen und Organisationen

Was wird gefördert?

Gegenstand der Billigkeitsleistung sind Finanzhilfen zur Bewältigung oder Minderung von finanziellen Notlagen infolge der Auswirkungen der Corona-Pandemie 2020, welche daraus resultieren, dass die fortlaufenden Einnahmen (dazu gehören auch Beiträge, Fördermittel u.ä.) nicht ausreichen, um die Verbindlichkeiten in den nächsten drei Monaten zu decken.

Wer stellt den Förderantrag?

Empfänger der Leistungen sind privatrechtlich organisierte gemeinnützige Einrichtungen und Organisationen unabhängig von ihrer Rechtsform, die wirtschaftlich und damit dauerhaft am Markt als Unternehmen tätig sind. Diese Einrichtungen und Organisationen wollen regelmäßig Einnahmen erzielen und haben deshalb dauerhaft Ausgaben.

Wann liegt eine finanzielle Notlage vor?

Eine finanzielle Notlage aufgrund der Corona-Pandemie liegt vor, wenn Einrichtungen bzw. Organisationen ihre Ausgaben nicht so reduzieren und deren Bezahlung ermöglichen können wie es die Ausfälle bei den Einnahmen erfordern.

Wie viel wird gefördert?

Die Billigkeitsleistung wird als nicht rückzahlbarer Zuschuss einmalig pro Unternehmen gewährt.

Die Höhe der Billigkeitsleistung ist gestaffelt nach der Zahl der Beschäftigten pro Unternehmen, wobei die Anzahl aller Beschäftigten des Unternehmens (Vollzeitäquivalente) maßgeblich ist. Neben den angestellten Beschäftigten werden Auszubildende sowie geringfügig Beschäftigte (Minijobber) über die jeweiligen Stundenanteile ebenfalls berücksichtigt. Einrichtungen ohne vorgenannte Beschäftigte gelten als Unternehmen bis 5 Beschäftigte.

Es werden Zuschüsse bis zu folgenden Höhen gewährt:

Tabelle Corona-Soforthilfe
Tabelle Corona-Soforthilfe

Regeln für die Förderung

  1. Unternehmen müssen ihren Sitz oder eine Einrichtung/Betriebsstätte in Thüringen haben.

  2. Eine Bescheinigung des Finanzamtes zur Gemeinnützigkeit muss vorliegen.

  3. Diese Regelung gilt für Unternehmen, die am 31. Dezember 2019 nicht in Schwierigkeiten waren gemäß Art. 2 Abs. 18 der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung, aber danach in Folge des Ausbruchs der Corona-Pandemie Schwierigkeiten hatten oder in Schwierigkeiten geraten sind.

  4. Soziale Dienstleister haben bei der Antragstellung zu erklären, ob sie einen Zuschuss bzw. Ausgleich nach dem Sozialdienstleister-Einsatzgesetz (SodEG), COVID-19-Krankenhausentlastungsgesetz oder Infektionsschutzgesetz bezogen auf ihre kompletten Aufgaben-/Geschäftsbereiche bewilligt bekommen haben. In dem Fall ist eine Förderung nach dieser Richtlinie ausgeschlossen.

  5. Bei Trägern, die nur zum Teil in Sozialrechtsbereichen tätig sind, für die das SodEG oder das COVID-19-Krankenhausentlastungsgesetz greifen und bei denen diese Bereiche rechtlich verpflichtend finanziell abzugrenzen sind, kann die Billigkeitsleistung bezogen auf andere Geschäftsbereiche gewährt werden, wenn in diesen die fortlaufenden Einnahmen nicht reichen, um die Verbindlichkeiten für die nächsten drei Monate zu decken und dadurch eine finanzielle Notlage vorliegt bzw. entsteht.

  6. Die Gewährung der Billigkeitsleistung darf nicht zu einer Überkompensation der existenzgefährdenden Wirtschaftslage führen. Hierbei sind ggf. weitere Hilfen zu berücksichtigen. Zudem sind die Kumulierungsvorschriften der Bundesregelung Kleinbeihilfen 2020 zu beachten.

  7. Anträge auf Gewährung der Soforthilfe sind bis zum 31. Mai 2020 unter Verwendung der vorgegebenen Formulare in Textform an die Gesellschaft für Arbeits- und Wirtschaftsförderung des Freistaats Thüringen mbH, Warsbergstraße 1, 99092 Erfurt (GFAW) zu richten.

  8. Unvollständige Anträge können nicht bearbeitetwerden und werden unbearbeitet zurückgesendet.

Die Antragsstellung sowie weitere Informationen finden Sie hier: https://soforthilfe.aufbaubank.de/sozialwirtschaft


Wer entscheidet über die Gewährung der Förderung?

Über die Gewährung der Billigkeitsleistung entscheidet die Thüringer Aufbaubank mit schriftlichem Bescheid.

Hinweis zu einer möglichen Aufstockung der Soforthilfe auf die höheren Fördersätze des Bundes für Antragsteller mit bis zu 10 Beschäftigten

Sollte für Sie gegebenenfalls die erhöhte Bundesförderung mit bis zu 10 Beschäftigten in Betracht kommen und Sie bereits einen Bewilligungsbescheid erhalten haben, so erhalten Sie ab Anfang Mai von der Thüringer Aufbaubank Ihre die Zugangsdaten.

Bitte füllen Sie den Antrag unter

https://soforthilfe.aufbaubank.de/wirtschaft-aufstockung

vollständig aus. Die für den Aufstockungsantrag erforderliche Vorhabens-Nr. und Kunden-Nr. finden Sie in Ihrem Bewilligungsbescheid bzw. im Informationsschreiben der TAB zur Aufstockungsmöglichkeit.

 

Nach dem vollständigen Druck, senden Sie den Antrag unterschrieben im Original (falls erforderlich mit der Kopie des Personalausweises) auf dem Postweg an die Thüringer Aufbaubank (TAB).

Nicht vollständig ausgefüllte Anträge oder ohne die geforderten Anlagen eingereichte Anträge können nicht bearbeitet werden.

Bitte sehen Sie von Rückfragen in der Thüringer Aufbaubank ab, um den Auszahlungsprozess nicht zu verlangsamen.


Weitere Unterstützungs- und Fördermöglichkeiten:

Alle Unterstützungs- und Fördermöglichkeiten des Freistaates Thüringen und des Bundes finden Sie kompakt unter: www.aufbaubank.de/corona

Netzwerk Wirtschaftsförderung
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