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25.07.2019

Treffpunkt Selbsthilfe


TREFFPUNKT SELBSTHILFE

Die SHG „Menschen mit und nach Krebs und mit chronischen Magen- und Darmkrankheiten“ trifft sich am 30.08.19 um 14.00 Uhr in der Orthopädieschuhtechnik in Themar. Anfragen und Anmeldungen unter: 036873/21245 Frau Hehne.

02.09.19: 13.30 Uhr SHG „Angehörige von Alzheimer – und Demenzbetroffenen“
03.09.19: 14.00 Uhr SHG „RLS/Polyneuropathie“
Beide Treffen finden in der Cafeteria im Landratsamt statt, Anmeldungen/Anfragen bei Frau Mertz.

Ihr Gesundheitsamt

Weitere Informationen:

Stiftung Anerkennung und Hilfe

INFORMATION
des Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie

Halbzeit bei der Stiftung Anerkennung und Hilfe

Mit der Stiftung Anerkennung und Hilfe wurde ein Hilfesystem für Menschen bereitgestellt, die als Kinder oder Jugendliche in der DDR (1949–1990) oder der BRD (1949–1975) in stationären Behinderteneinrichtungen oder Psychiatrien Leid und Unrecht erfahren haben und heute noch an den Folgewirkungen leiden.
Die Unterzeichnung der zugrundeliegenden Verwaltungsvereinbarung am 1. Dezember 2016 ist entscheidend dem Engagement des Freistaates Thüringen zu verdanken. Thüringen ist neben dem Bund, den anderen Bundesländern, der evangelischen und der katholischen Kirche als Errichter an der Stiftung beteiligt.
Herzstück der Stiftung ist die individuelle Anerkennung durch Beratungsgespräche mit den Betroffenen und die Auszahlung von Anerkennungs- und Unterstützungsleistungen. Wer die Voraussetzungen erfüllt, kann eine Geldpauschale in Höhe von 9.000 EUR und eine Rentenersatzleistung für entgangene Rentenansprüche in Höhe von 3.000 EUR oder 5.000 EUR erhalten. Für Betroffene, deren Wohnsitz in Thüringen liegt, ist die hiesige Anlauf- und Beratungsstelle im Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie mit Sitz in Erfurt zuständig.

www.stiftung-anerkennung-und-hilfe.de/DE/Infos-fuer-Betroffene/Anlauf-und-Beratungsstellen/thueringen-anlaufstelle.html <http://www.stiftung-anerkennung-und-hilfe.de/DE/Infos-fuer-Betroffene/Anlauf-und-Beratungsstellen/thueringen-anlaufstelle.html>


Freistaat Thüringen zieht Zwischenbilanz

Zweieinhalb Jahre nach der Gründung der Stiftung Anerkennung und Hilfe zieht die Thüringer Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, Heike Werner (DIE LINKE), ein positives Zwischenfazit über die bisherige Arbeit der Stiftung und ihre Inanspruchnahme durch Betroffene.
Zum 1. Januar 2017 fiel der Startschuss für die auf fünf Jahre angelegte Stiftung Anerkennung und Hilfe. Sie war das Ergebnis eines langen politischen Ringens, entscheidende Weichenstellungen wurden insbesondere 2016 in der Arbeits- und Sozialministerkonferenz unter dem Vorsitz des Freistaates Thüringen und Ministerin Heike Werner getroffen.
Die Statistik zur Halbzeit zeigt, dass das Angebot der Stiftung auch im Freistaat angenommen wird: Über 2,3 Millionen Euro sind hier bislang an die Betroffenen geflossen. Diese Summe verteilt sich auf mehr als 220 Menschen, die von den Leistungen profitiert haben. Fast 400 Anmeldungen befinden sich in Bearbeitung, wodurch mit der Auszahlung von weiteren Anerkennungs- und Unterstützungsleistungen zu rechnen ist.

Hinter den nüchternen Zahlen verbirgt sich eine große Bandbreite von Leid und Unrecht: Körperliche, sexuelle und psychische Gewalt, unangemessene Strafen, Medikamentenmissbrauch, Zwangsarbeit, verweigerte Schul- und Berufsausbildung und nicht zuletzt Unterbringungsbedingungen, die den Betroffenen keinerlei Privatsphäre und keine Möglichkeit zur persönlichen Entfaltung boten. Dies sind nur einige der Problemfelder, die den Mitarbeitern der Anlauf- und Beratungsstelle, die dem Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie angegliedert ist, in ihrer täglichen Arbeit begegnen.

Heute ist Thüringen von den ursprünglich kalkulierten bis zu 2.000 Anmeldungen noch ein gutes Stück entfernt. Aus Sicht von Ministerin Werner liegt dies nicht zuletzt daran, dass viele Menschen, die von der Stiftung profitieren könnten, noch nicht ausreichend über deren Leistungen informiert sind. Häufig benötigen sie zudem Unterstützung durch Dritte, um sich an die Anlauf- und Beratungsstelle zu wenden und ihre Leidensgeschichte zu erzählen.

 Hier sind Einrichtungen, in denen viele der Betroffenen heute noch wohnen, gesetzliche Betreuerinnen und Betreuer sowie diejenigen, die in ihrem Alltag Umgang mit Menschen mit Behinderungen haben, gefordert. „Die Stiftung Anerkennung und Hilfe zum Erfolg zu führen, ist eine Herausforderung, der wir uns stellen müssen. Was den Betroffenen angetan wurde, können wir nicht ungeschehen machen, aber wir können die Chance nutzen, ihr schweres Schicksal anzuerkennen und einen Beitrag zu leisten, um ihr heutiges Leben zu verbessern.“, so Ministerin Werner. Sie hoffe, dass noch viele Betroffene die Angebote der Stiftung wahrnehmen. Eine Anmeldung ist noch bis zum 31. Dezember 2020 möglich.

Interessierte und betroffene Bürger für neue Selbsthilfegruppen gesucht

Leider werden die Selbsthilfegruppen von vielen Menschen nur mit schwierigen Erkrankungen oder einem Kaffeeklatsch in Verbindung gebracht – gehört auch dazu, wichtiger ist jedoch das Gespräch mit Menschen, die die gleichen Sorgen und Probleme haben. Damit sind nicht nur Erkrankungen gemeint, sondern ebenso schwierige Lebenssituationen. Wichtig ist, dass Menschen sich zusammenfinden und sich in dieser Gruppe oder Erzählgemeinschaft wohl fühlen, auf das nächste Treffen freuen, Kontakt haben, nicht mehr so einsam sind. In welcher Form diese Treffen stattfinden, entscheiden die Interessenten gemeinsam. Sie sehen also liebe Leser, Selbsthilfe ist ganz vielfältig und soll in erster Linie mehr Lebensqualität und Selbstbestimmtheit für jeden Einzelnen bringen.
Der persönliche Austausch ist ein wichtiger Aspekt in der Selbsthilfe und kann durch eine digitale Vernetzung nicht ersetzt werden.
Wir möchten Interessierte und Betroffene ermutigen diese Chance zu nutzen.
Mit einer Gründungsinitiative für:

  • Frauen nach Missbrauch und Gewalterfahrung/ Opfererfahrung/Sexuelle Belästigung
  • Frauen mit Erkrankungen der Psyche/ Verstimmungen
  • Frauen in den Wechseljahren

Möchten sie:

 - sich nicht alleine fühlen mit einer Problematik,
 - Anschluss finden,
 - sich in einem geschützten Rahmen austauschen,
- ihr Leben neugestalten,

dann melden sie sich bei:

Frau K. Mertz

Gesundheitsamt / Psychosoziale Beratungsstelle/ IKOS
Sachbearbeiterin

Wiesenstraße 18
98646 Hildburghausen

03685/445-415
03685/445-501
mertzk@lrahbn.thueringen.de
Raum: 2.08

Frauenkommunikationszentrum BINKO

Yvonne Maul

Obere Marktstraße 42
98646 Hildburghausen

03685/405200
binko@dsd-sonneberg.de

 

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