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BAföG für einen Schulbesuch beantragen

Nr. 99022001017002

BAföG

Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) sind Sozialleistungen, die vom Bund getragen werden. Das BAföG gewährt individuelle Ausbildungsförderung, wenn dem Auszubildenden für seine Lebensunterhalt und seine Ausbildung keine anderen Mittel zur Verfügung stehen. Die Beantragung und Auszahlung von schulischem BAföG erfolgt über die BAfög Stelle des Landkreises, die dem Schulverwaltungsamt zugeordnet ist.

Nähere Informationen zum Gesetz sowie Formulare erhalten Sie auch unter https://www.bafög.de/

 

Leistungsbeschreibung

Schülerinnen und Schüler erhalten auf Antrag bei nachgewiesenem Bedarf ab Beginn der Ausbildung eine Förderung in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses.

  • Gefördert werden Ausbildungen an Berufsfachschulen, Fachschulen, Fachoberschulen Berufsaufbauschulen, Kollegs, Akademien sowie Abendhaupt-, Abendreal- und Abendgymnasien sowie unter bestimmten Voraussetzungen für ein vorgeschriebenes Praktikum im Rahmen Ihres Schulbesuchs.

Um die monatliche Förderung zu erhalten, müssen Sie eine Reihe von Voraussetzungen erfüllen. Die Wichtigsten sind:

  • Ihre Eltern und/oder Ihr Ehegatte/Lebenspartner haben kein höheres Einkommen.
  • Sie selbst haben kein oder ein geringes Einkommen, beispielsweise aus einem Minijob.
  • Ihr Vermögen liegt unter dem Freibetrag von EUR 8.200.
  • Sie streben Ihren Schulabschluss in Vollzeit an.
  • Altersgrenze: 30 Jahre (Ausnahmen sind möglich)

Als Schülerin oder Schüler erhalten Sie die finanzielle Unterstützung als Zuschuss. Sie müssen nichts zurückzahlen.

Die Höhe Ihres BAföG richtet sich nach einem festgelegten monatlichen Bedarf. Von diesem Bedarf wird Geld abgezogen, wenn Ihre Eltern, Ihr Ehegatte/Lebenspartner oder Sie selbst etwas mehr verdienen.

Grundsätzlich können Sie, wenn Sie einen berufsqualifizierenden Abschluss oder einen weiterführenden Schulabschluss erreichen wollen, BAföG beziehen. Wenn Sie eine allgemeinbildende Schule besuchen, gilt das aber erst ab Klasse 10 und auch nur, wenn Sie nicht zu Hause wohnen können (zum Beispiel, weil Sie den gewünschten Abschluss nicht in der Nähe machen können) oder Sie einen eigenen Haushalt führen und bereits verheiratet sind oder Sie mit mindestens einem Kind zusammenleben. Es wird empfohlen, sich vom zuständigen Amt für Ausbildungsförderung beraten zu lassen.

Die Förderung und deren Höhe richten sich nach den geltenden Bedarfssätzen. Sie sind abhängig von Ihrem Einkommen und Vermögen und - da die Förderung grundsätzlich familienabhängig erfolgt - vom Einkommen Ihrer Eltern und Ihres Ehegatten oder eingetragenen Lebenspartners. Soweit im Gesetz festgelegte Freibeträge überstiegen werden, wird dies auf den jeweiligen Bedarfssatz angerechnet und verringert den Förderungsbetrag entsprechend. In besonders gelagerten Fällen, beispielsweise beim Besuch des Kollegs oder wenn Sie nach Vollendung des 18. Lebensjahres mindestens fünf Jahre erwerbstätig waren, kann eine elternunabhängige Förderung erfolgen (§ 11 Absatz 3 BAföG).


Der monatliche Bedarf für Schülerinnen und Schüler beträgt:

  • wenn Sie bei Ihren Eltern wohnen:
    • EUR 398,00, wenn Sie eine Fachschulklasse, deren Besuch eine abgeschlossene Berufsausbildung voraussetzt, ein Abendgymnasium oder ein Kolleg besuchen,
    • EUR 247,00, wenn Sie eine Berufsfachschule besuchen oder eine Fachschule, die Sie ohne abgeschlossene Berufsausbildung besuchen können oder
    • EUR 448,00, wenn Sie eine Abendhauptschule, Berufsaufbauschule, Abendrealschule oder Fachoberschulklasse besuchen, die Sie nur mit abgeschlossener Berufsausbildung besuchen können.
  • wenn Sie nicht bei Ihren Eltern wohnen:
    • insgesamt EUR 585,00, wenn Sie eine weiterführende allgemeinbildende Schule, eine Berufsfachschule besuchen oder eine Fachoberschule, die Sie ohne abgeschlossene Berufsausbildung besuchen können oder
    • insgesamt EUR 681,00, wenn Sie eine Abendhauptschule, Berufsaufbauschule, Abendrealschule oder Fachoberschulklasse besuchen, die Sie nur mit abgeschlossener Berufsausbildung besuchen können.

Wenn Sie ein Kind haben, das jünger als 14 Jahre ist und in Ihrem Haushalt lebt, erhalten Sie zusätzlich einen Kinderbetreuungszuschlag: EUR 150,00 für jedes Kind.

Auch wenn Sie während Ihrer Schulzeit ein Jahr im Ausland verbringen, können Sie BAföG erhalten. Sie erhalten dann zudem einen Reisekostenzuschlag sowohl für die Hinreise auch als für die Rückreise:

  • EUR 250,00 innerhalb Europas oder
  • EUR 500,00 außerhalb Europas.

Wenn Sie ein Abendgymnasium oder Kolleg besuchen, erhalten Sie elternunabhängiges BAföG. Das heißt, das Einkommen Ihrer Eltern wird bei der Berechnung nicht berücksichtigt.

Hinweis: Kindergeld, das Ihre Eltern für Sie erhalten, wird nicht angerechnet.

Praktikantinnen und Praktikanten:

Mit BAföG können nur Praktika gefördert werden, die Sie absolvieren, während Sie sich in einer Ausbildung befinden, die nach dem BAföG förderfähig ist.

Gefördert werden nur Pflichtpraktika. Das sind Praktika, die Ihr Ausbildungsplan vorschreibt, die Sie also machen müssen, um die Ausbildung abzuschließen oder durchzuführen. Pflichtpraktika, die außerhalb der EU absolviert werden, sind nur förderfähig, wenn sie mindestens 12 Wochen dauern. Pflichtpraktika innerhalb der EU-Mitgliedstaaten können auch gefördert werden, wenn sie kürzer als 12 Wochen sind.

An wen muss ich mich wenden?

Bitte wenden Sie sich stets an die Ämter für Ausbildungsförderung bei den Landkreisen und kreisfreien Städten.

Sofern Sie nicht das Onlineantragsportal nutzen, beachten Sie bitte folgenden Hinweis. Beachten Sie bei der Ort/Ortsteil - Eingabe zur Ermittlung des zuständigen Amtes für Ausbildungsförderung Folgendes:

Grundsätzlich ist der Landkreis oder die kreisfreie Stadt zuständig, zu dessen/deren Bezirk der ständige Wohnsitz Ihrer Eltern oder - falls ein Elternteil verstorben ist - Ihres noch lebenden Elternteils gehört.

Ausnahmsweise ist der Ort der Ausbildungsstätte maßgebend, wenn Sie ein Abendgymnasium oder Kolleg, eine Höhere Fachschule oder Akademie besuchen.

Ausnahmsweise ist Ihr Wohnsitz maßgebend, wenn:

  • Sie eine Fachschule besuchen, deren Besuch eine abgeschlossene Berufsausbildung voraussetzt,
  • Sie verheiratet oder in einer Lebenspartnerschaft gebunden sind oder waren,
  • Ihre Eltern verstorben sind,
  • dem lebenden Elternteil die elterliche Sorge nicht zusteht,
  • bei Erreichen Ihrer Volljährigkeit Ihren Eltern die elterliche Sorge nicht zustand,
  • Ihre Eltern ihren ständigen Wohnsitz nicht im Bezirk desselben Amtes für Ausbildungsförderung, zum Beispiel in verschiedenen Landkreisen, haben,
  • kein Elternteil seinen Wohnsitz im Inland hat,
  • Sie Ausbildungsförderung für die Teilnahme an Fernunterrichtslehrgängen beantragen.
  • Haben Sie selbst keinen ständigen Wohnsitz in Deutschland, ist der Ort der Ausbildungsstätte maßgebend.

Welche Unterlagen werden benötigt?

  •  Bei Antrag in Papierform: Förmlicher Antrag
  • Bescheinigung der Schule oder Ausbildungsstätte mit Hilfe des Formblatts 2
  • Gegebenenfalls Kopie des
    • Personalausweises,
    • Passes oder
    • aktuellen Aufenthaltstitels
  • Wenn Sie nicht bei Ihren Eltern wohnen: Kopie
    • des Mietvertrages oder
    • der Meldebescheinigung
  • Wenn Sie nicht familienversichert sind: Kranken- und Pflegeversicherungsnachweis mit Rechtsgrundlage und Beitragshöhe
  • Gegebenenfalls Nachweis über ein eigenes Einkommen im Bewilligungszeitraum, zum Beispiel
    • Lohnabrechnung, Nebenjob, Werksvertrag,
    • Waisenrentenbescheid,
    • Stipendiumsbescheid oder
    • Riester-Renten-Bescheinigung
  • Nachweis über Vermögen oder Schulden zum Tag der Antragstellung, zum Beispiel Kontoauszug
  • Einkommensnachweise der Eltern, gegebenenfalls des Ehegatten oder eingetragenen Lebenspartners (Steuerbescheid vom vorletzten Kalenderjahr oder elektronische Lohnsteuerbescheinigung vom vorletzten Kalenderjahr, Arbeitslosenbescheid etc.).
  • Wenn Sie ein Auto haben:
    • Schätzung des Wertes, beispielsweise Ausdruck von einer Internetseite mit einem vergleichbaren Angebot, und
    • Kraftfahrzeugschein.

Je nach Fall können weitere Unterlagen nötig sein. Bitte folgen Sie den Hinweisen in den Antragsformularen. Das für Sie zuständige BAföG-Amt wird fehlende Unterlagen nachfordern.

Welche Gebühren fallen an?

Es fallen keine Gebühren an.

Welche Fristen muss ich beachten?

Es gibt keine Fristen zu beachten. Allerdings wird BAföG erst ab Ausbildungsbeginn, frühestens jedoch ab dem Monat bewilligt, in dem Sie den Antrag stellen. Stellen Sie den Antrag rechtzeitig vor Ausbildungsbeginn und reichen Sie ihn möglichst vollständig ein, dann kann in der Regel schnell über Ihren Antrag entschieden werden. Dies kann fristwahrend auch zunächst formlos erfolgen.

Die Ausbildungsförderung wird in der Regel für einen Zeitraum von zwölf Monaten (Schuljahr) bewilligt. Den genauen Bewilligungszeitraum für Ihre Förderung entnehmen Sie dem Bewilligungsbescheid. Danach muss jeweils ein Weiterförderungsantrag gestellt werden. Sie sollten Ihren Weiterförderungsantrag spätestens 2 Monate vor Ablauf des Bewilligungszeitraums stellen. Fehlende Unterlagen können nachgereicht werden.

Rechtsgrundlage

Anträge / Formulare

Formulare: Formblatt 01 – Antrag auf Ausbildungsförderung sowie weitere Formblätter je nach Fall

Online-Verfahren möglich: ja

Schriftform erforderlich: ja

Persönliches Erscheinen nötig: nein

Der Antrag muss beim zuständigen Amt für Ausbildungsförderung wirksam gestellt werden.

Den ausgefüllten Antrag können Sie auf verschiedene Art und Weise beim zuständigen Amt für Ausbildungsförderung wirksam stellen:

  1. Papierlos mit der eID-Funktion Ihres Personalausweises bzw. des elektronischen Aufenthaltstitels: Voraussetzung ist die aktivierte Onlinefunktion sowie ein Kartenleser oder ein Android-Mobilgerät mit NFC-Schnittstelle. Dann können Sie Ihren BAföG-Antrag nebst Unterlagen direkt elektronisch beim zuständigen Amt für Ausbildungsförderung einreichen. Die Übertragung des Antrags mittels der eID gilt als Antragsdatum.

Alternativ - mit De-Mail (nicht bei jedem Amt für Ausbildungsförderung möglich): Voraussetzung ist ein eigener De-Mail-Account und ein De-Mail-Account des Amtes für Ausbildungsförderung. Der Versand der pdf-Datei hat mit Absenderbestätigung zu erfolgen. Das Datum des Versands gilt als Antragsdatum.

  1. Online-Antragstellung mit unterschriebenem pdf-Dokument per E-Mail oder per Upload-Funktion:
    Dazu müssen Sie den ausgefüllten Antrag ausdrucken, unterschreiben und einscannen. Den Antrag nebst Unterlagen laden Sie über die Uploadfunktion des Onlineantragsportals hoch oder übersenden die Antragsunterlagen mithilfe einer E-Mail an das Amt für Ausbildungsförderung. Das Eingangsdatum gilt als Antragsdatum.
  2. Online-Antragstellung mit unterschriebenem pdf-Dokument per Post oder persönlich: Sie können Ihren ausgefüllten Antrag ausdrucken, unterschreiben und per Post an das Amt für Ausbildungsförderung senden oder dort persönlich abgeben. Als Eingangsdatum gilt das Antragsdatum.

Für die zur Feststellung des Anspruchs erforderlichen Angaben müssen die bundeseinheitlichen Formblätter verwendet werden.

Ausfüllbare Formblätter als pdf-Dateien mit Ausfüllhilfe finden Sie online auf der Webseite des BAföGs sowie bei dem Amt für Ausbildungsförderung.

Auf dem Onlineantragsportal werden Sie mithilfe eines Antragsassistenten schrittweise durch die Antragstellung geführt. Danach werden auf der Grundlage Ihrer Angaben ein oder mehrere pdf-Dokumente erstellt, die Sie ausdrucken können.

Beim Ausfüllen werden Ihre Antragsangaben auf Plausibilität und Vollständigkeit geprüft. Zudem wird eine Liste der Unterlagen erstellt, die dem Antrag beizufügen sind. Die Unterlagen können eingescannt und per Upload ebenfalls elektronisch versendet werden.

Sie können die Eingabe Ihrer Daten jederzeit unterbrechen und zu einem späteren Zeitpunkt fortsetzen. Die bereits eingegebenen Daten werden verschlüsselt auf Ihrer lokalen Festplatte, auf Wunsch Passwort geschützt, gespeichert.

Sind alle Angaben vollständig und plausibel, können die Daten an das zuständige Amt für Ausbildungsförderung übertragen werden und Ihr Antrag erhält eine Antragsnummer. Über das Onlineantragsportal können Sie mithilfe Ihrer Antragsnummer den Stand der Bearbeitung Ihres Antrages einsehen.

Was sollte ich noch wissen?

Der Antrag kann von der Schülerin/dem Schüler selbst - sofern sie/er das 15. Lebensjahr vollendet hat - oder von den gesetzlichen Vertretern gestellt werden.

Auch bei Fragen zu den Leistungen und zum Antrag wenden Sie sich bitte ausschließlich und möglichst frühzeitig vor Beginn der Ausbildung an das für Sie zuständige Amt für Ausbildungsförderung. Dieses wird Sie individuell beraten.

Unterstützende Institutionen

Informationen erhalten Sie auch über die BAföG-Hotline: +49 800 223-6341 (kostenfrei)

Voraussetzungen

Allgemeine Voraussetzung für die Förderung ist, dass Sie die erforderlichen Mittel für Ihren Lebensunterhalt und die Ausbildung nicht anderweitig aufbringen können.

Weitere Voraussetzungen:

  • Sie besuchen als Schülerin oder Schüler beziehungsweise Azubi eine der folgenden Schulformen:
    • weiterführende allgemeinbildende Schule und Berufsfachschule (einschließlich der Klassen aller Formen der beruflichen Grundbildung) ab Klasse 10, wenn Sie wegen Ihrer Ausbildung nicht bei den Eltern wohnen können bzw. wenn Sie einen eigenen Haushalt führen und bereits verheiratet sind oder wenn Sie mit mindestens einem Kind zusammenleben,
    • Fach- und Fachoberschulklasse (ohne abgeschlossene Berufsausbildung), wenn Sie wegen Ihrer Ausbildung nicht bei den Eltern wohnen können bzw. wenn Sie einen eigenen Haushalt führen und bereits verheiratet sind oder wenn Sie mit mindestens einem Kind zusammenleben,
    • Berufsfachschulklasse oder Fachschulklasse (ohne abgeschlossene Berufsausbildung), wenn sie in einem zumindest zweijährigen Bildungsgang einen berufsqualifizierenden Abschluss vermittelt,
    • Fach- und Fachoberschulklasse (mit abgeschlossener Berufsausbildung),
    • Abendhauptschule, Berufsaufbauschule, Abendrealschule, Abendgymnasium und Kolleg oder
    • höhere Fachschule oder Akademie, die einen Abschluss verleiht, die nicht nach Landesrecht einem Hochschulabschluss gleichgestellt ist.
    • Weitere Voraussetzung ist in der Regel ein Höchstalter von 30 Jahren bei Beginn der Ausbildung
    • Es muss sich um eine Vollzeitausbildung handeln.
  • Sie können BAföG erhalten, wenn Sie entweder
    • Deutscher oder Deutsche sind oder
    • Ausländer/in sind und zum Beispiel:
      • ein Daueraufenthaltsrecht oder eine Niederlassungserlaubnis besitzen,
      • Unionsbürger/in sind und als Arbeitnehmer/in oder Selbstständige unionsrechtlich freizügigkeitsberechtigt sind beziehungsweise als Kind oder Ehegatte eines solchen Unionsbürgers selbst freizügigkeitsberechtigt sind,
      • eine Bleibeperspektive in Deutschland, zum Beispiel einen entsprechenden Aufenthaltstitel aus familiären, humanitären oder politischen Gründen, inne haben oder
      • sich vor Beginn der Ausbildung bereits 5 Jahre oder länger in Deutschland aufgehalten und in dieser Zeit gearbeitet haben.
    • Hinweis: Da die gesetzliche Regelung sehr vielschichtig ist, sollten Sie frühzeitig mit Ihrem zuständigen Amt für Ausbildungsförderung Kontakt aufnehmen.

Praktikum:

  • Sie erhalten BAföG für Ihren Schulbesuch, Ihre Ausbildung und das Praktikum, sofern dieses nach den Ausbildungsbestimmungen vorgeschrieben ist (und bei einem Praktikum außerhalb der EU mindestens 12 Wochen dauert, innerhalb der EU sind auch kürzere Praktika möglich).

Schülerinnen/Schüler mit Ausbildungsvertrag für eine betriebliche Ausbildung haben keinen Anspruch auf BAföG-Leistungen. Sie können einen Antrag auf Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) beim zuständigen Arbeitsamt/Jobcenter stellen.

Teaser

Sie können für Ihren Schulbesuch oder ein Praktikum finanzielle Unterstützung erhalten, wenn Ihr/e Eltern/Ehegatte/Lebenspartner nicht über ein höheres Einkommen verfügen oder Sie bereits längere Zeit elternunabhängig erwerbstätig waren. Diese Unterstützung wird BAföG genannt.

Verfahrensablauf

Wenn Sie BAföG für Ihre Schulausbildung online beantragen möchten:

  • Aktivieren Sie zunächst die Online-Ausweisfunktion Ihres Personalausweises, elektronischen Aufenthaltstitels oder Ihrer europäischen eID. Dafür müssen Sie sich registrieren.
  • Das Verfahren hängt von dem Bundesland ab, in dem Sie Ihre Ausbildung absolvieren beziehungsweise wo Ihre Eltern ihren Wohnsitz haben.

Wenn Sie keine eID haben, können Sie Ihre Antragsdaten dennoch elektronisch übermitteln. Sie müssen für eine rechtsgültige Antragstellung den Antrag jedoch ausdrucken und unterschrieben per Post oder als Upload an das zuständige Amt für Ausbildungsförderung schicken.

Wenn Sie den Antrag in Papierform stellen möchten:

  • Gehen Sie auf die Internetseite des BAföG und laden Sie die Antrags-Formblätter herunter, die Sie betreffen. Alternativ können Sie die Anträge auch bei Ihrem zuständigen kommunalen Amt für Ausbildungsförderung abholen.
  • Sie können die Formblätter am Computer ausfüllen und ausdrucken oder sie ausdrucken und handschriftlich ausfüllen.
  • Der Antrag muss unterschrieben werden.
  • Fügen Sie die notwendigen Nachweise hinzu.
  • Senden Sie die ausgefüllten Antragsformulare mit den Nachweisen direkt an das für Sie zuständige Amt für Ausbildungsförderung.
  • Das Amt für Ausbildungsförderung prüft die Unterlagen auf Vollständigkeit. Fehlen Unterlagen, werden diese bei Ihnen nachgefordert. Ist der Antrag vollständig, wird er geprüft und Ihnen die Entscheidung per Bescheid mitgeteilt.
  • Bei einem positiven Bescheid werden die Zahlungen monatlich im Voraus auf das angegebene Konto überwiesen.

Bearbeitungsdauer

Bis zu 6 Wochen bei Vorliegen der vollständigen Unterlagen (kann in dieser Zeit keine abschließende Entscheidung getroffen werden, sind die Ämter gesetzlich zur Zahlung innerhalb von 10 Wochen unter Vorbehalt verpflichtet).

Rechtsbehelf

  • In der Regel Widerspruch
  • verwaltungsgerichtliche Klage

Fachlich freigegeben am

13.09.2021
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