Sprungziele
Seiteninhalt

Zu unseren Mitarbeiter/innen

A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M   N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   X   Y   Z   Alle

Asylantrag

Nach Art. 16a Grundgesetz haben politisch Verfolgte in der Bundesrepublik Deutschland einen Anspruch auf Anerkennung als Asylberechtigte. Wer dieses Recht in Anspruch nehmen will, muss sich in der Bundesrepublik Deutschland aufhalten und einem Anerkennungsverfahren unterziehen. Der Asylantrag ist beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge bzw. der zuständigen Erstaufnahmeeinrichtung zu stellen. Bis über den Antrag abschließend entschieden ist, wird der Antragsteller einem Landkreis in Deutschland zugewiesen, der während dieser Zeit auch die Aufenthaltsgestattung jeweils verlängert.

Der Wohnsitz ist in der Regel auf den Landkreis beschränkt.

Eine Erwerbstätigkeit darf im laufenden Verfahren nur nach Erteilung einer Genehmigung durch das Amt für Migration aufgenommen werden, wenn sich der Asylsuchende seit 3 Monaten im Bundesgebiet aufhält und die Bundesagentur für Arbeit zugestimmt hat. Inhaber einer Aufenthaltsgestattung können Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) beantragen.

Asylbewerberleistungen

Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) erhalten Ausländer, die sich tatsächlich im Bundesgebiet aufhalten und die entweder

  • eine Aufenthaltsgestattung nach dem Asylgesetz besitzen,
  • eine Aufenthaltserlaubnis nach § 23 Abs.1 oder § 24 des Aufenthaltsgesetzes oder eine Aufenthaltserlaubnis nach § 25 Abs. 4 Satz 1, Abs. 4a, 4b oder Abs. 5 des AufenthaltsG besitzen,
  • eine Duldung nach § 60a des AufenthaltsG besitzen
  • vollziehbar ausreisepflichtig sind, auch wenn eine Abschiebungsandrohung noch nicht oder nicht mehr nachvollziehbar ist,
  • Ehegatten, Lebenspartner oder minderjährige Kinder der vorgenannten Personen sind, ohne dass sie selbst die dort genannten Voraussetzungen erfüllen oder
  • einen Folgeantrag nach § 71 des Asylverfahrensgesetzes oder einen Zweitantrag nach § 71a des Asylverfahrensgesetzes stellen.

Antrag auf Förderung 2017

Leistungsbeschreibung

In Deutschland haben politisch Verfolgte einen Anspruch auf Anerkennung als Asylberechtigte (Grundgesetz Art. 16a). Wer dieses Recht in Anspruch nehmen will, muss sich einem Anerkennungsverfahren unterziehen.

Die Entscheidung über den Asylantrag ergeht schriftlich und enthält eine Begründung. Sie wird dem Asylbewerber mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zugestellt.

An wen muss ich mich wenden?

Meldet sich ein Asylsuchender bei der Grenzbehörde, leitet sie ihn an die nächstgelegene Erstaufnahmeeinrichtung weiter, deren Einrichtung und Unterhaltung dem jeweiligen Land obliegt. Dies gilt allerdings nicht, wenn bei ihm die Voraussetzungen für die Verweigerung der Einreise vorliegen, etwa weil er aus einem sicheren Drittstaat einreist. Sofern sich ein Ausländer erst im Inland als Asylsuchender zu erkennen gibt, wird er ebenfalls zunächst an die nächstgelegene Erstaufnahmeeinrichtung verwiesen.  

Die notwendige Registrierung sowie die medizinische Erstuntersuchung werden im „Eingangsportal Ostthüringen“ vorrangig in der Erstaufnahmeeinrichtung in Gera-Ernsee vorgenommen. Anschließend wird der Asylbewerber zur Erstaufnahmeeinrichtung in Suhl gebracht. Hier hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) das „Ankunftszentrum Suhl“ eingerichtet und prüft den Asylantrag. Dabei erfolgt ein Datenabgleich mit dem Ausländerzentralregister (AZR) und es wird eine Aufenthaltsgestattung erteilt, die ein vorläufiges Bleiberecht zur Durchführung des Asylverfahrens in der Bundesrepublik gewährt. Anschließend erfolgt die gesetzlich vorgeschriebene, nicht öffentliche Anhörung des Asylbewerbers (§ 25 AsylG) durch einen Einzelentscheider des Bundesamtes. Dazu muss der Asylbewerber persönlich erscheinen, seine Verfolgungsgründe darlegen sowie vorhandene Urkunden vorlegen. Danach fällt eine Entscheidung über den Asylantrag. Maßgeblich ist dabei grundsätzlich das individuelle Einzelschicksal.

Zuständig für die Durchführung des Verfahrens ist das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF).

Rechtsgrundlage

Was sollte ich noch wissen?

Der Ablauf eines Asylverfahrens ist im Asylgesetz (AsylG) geregelt.

Fachlich freigegeben am

24.06.2016
© 2020 Landkreis Hildburghausen