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Gefahrgutzug des Landkreises Hildburghausen (Auszug)


Der Gefahrgutzug des Landkreises Hildburghausen wurde aufbauend das Gefahrgutkonzeptes des Landes Thüringen (Thüringer Staatsanzeiger Nr. 29/ 1994) errichtet.
Nach § 2 Abs. 1 Nr. 4 ThürBKG sind die Landkreise und kreisfreie Städte Aufgabenträger für den überörtlichen Brandschutz und die überörtliche allgemeine Hilfe sowie für den Katastrophenschutz. Nach § 28 des ThürBKG und nach § 3 der ThürFWOrgVO sind in den öffentlichen Einheiten des Katastrophenschutzes zur speziellen Gefahrenabwehr Facheinheiten zu bilden. Für die Abwehr chemischer bzw. nuklearer Gefahren ist dies der Gefahrgutzug
Nach o.g. Konzept soll jeder Landkreis einen Gefahrgutzug vorhalten. Die einzelnen Fahrzeuge sollen dabei stützpunktartig im Landkreis stationiert werden. Gemäß der Vorgaben der ThürFwOrgVO muss der GGZ spätestens 30 min. nach Alarmierung vor Ort sein! Bei der Auswahl der einzelnen Standorte sind sowohl einsatztaktische Aspekte als auch lokale Gefahrenschwerpunkte, wie sie nach der ThürFwOrgVO vorgegeben sind, zu beachten. 
Für die Führung und den Einsatz sind durch die Landkreise im Einvernehmen mit den Gemeinden geeignete Führungs- und Einsatzkräfte auszuwählenIn der Regel müssen die Aufgaben im Gefahrgutzug den örtlichen Feuerwehren übertragen werden, eine Doppelfunktion der Feuerwehrkameraden ist dabei nicht zu vermeiden
Bei Einsatz des GGZ im Landkreis werden je nach Einsatzbereich die vorhandenen Einsatzkräfte des Katastrophenschutzes in die Aufgabenerfüllung mit einbezogen. Durch den Landkreis ist bei Einsätzen des Gefahrgutzuges eine medizinische Betreuung zu sichern. Im Regefall erfolgt diese Absichrung über den Sanitätszug.

Ausbildung

Grundlage für den Einsatz im GGZ ist die feuerwehrtechnische Ausbildung nach der FwDV 2/2 .

  • Grundlehrgang Gefahrstoffe Stufe1 und Stufe 2
  • Grundlehrgang Strahlenschutz, Aufbaulehrgang Strahlenschutz

Diese Spezialausbildung erfolgt an der Thüringer Landesfeuerwehr und Katastrophenschutzschule in Bad Köstritz. (ThLFKS)

Die Landkreise haben die Pflicht zur Ausbildung der Einsatzkräfte im Rahmen der Kreis- und Standortausbildung.

Diese beinhalten insbesondere:

  • Gerätekunde
  • Tragen von Schutzkleidung CSA
  • Gefahrstoffersteinsatz
  • Koordinierung von Messungen an der Einsatzstelle mit Analyse und Auswertung
  • Dekontamination- Besonderheiten- verbunden mit den Grundlagen auf allen vier Stufen
  • Technische Sicherstellung bei auslaufenden Flüssigkeiten „jeglicher Art“
  • Einsatzmaßnahmen bei radioaktiver Strahlung
  • Erste Hilfe bei Gefahrguteinsätze
  • Aufbau und Arbeitsweise einer Ö-TEL im Gefahrguteinsatz

Dazu kommen praxisnahe Einsatzübungen in Eigenverantwortung der Landkreise.

Fotos von einer Einsatzübung

 

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