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Breitbandausbau im Landkreis Hildburghausen


Vorwort zum Vorhaben

Zukunftsfähige Breitbandnetze zählen mittlerweile zur Grundversorgung genauso wie Wasser, Strom oder Gas und sind ein maßgeblicher Standortfaktor. Schnelles Internet ist für die Bürgerinnen und Bürger ebenso wie für Wirtschaft und Industrie von herausragender Bedeutung – die flächendeckende Versorgung des Landes mit schnellem Internet demnach eine zentrale Voraussetzung für Wohlstand, Wachstum und Innovation.

Daher hat die Bundesrepublik Deutschland sowie das Land Thüringen bereits in der Vergangenheit alle Bemühungen um eine Verbesserung der Breitbandversorgung aktiv unterstützt und wird diese Unterstützung in den kommenden Jahren weiter ausbauen. Zu den Unterstützungsleistungen zählen:

  • Attraktive Förderprogramme zur Finanzierung des Breitbandausbaus in Höhe von 90 % (bzw. 100 % für Kommunen mit Haushaltssicherung),

  • Beratung und Begleitung des Projektträgers atene KOM GmbH und dem Breitbandkompetenzzentren,

  • die Förderung der Beratungsleistungen im Zusammenhang mit der Vergabe von geförderten Breitbandprojekten,


Zielsetzung des Landkreises Hildburghausen

In der südlichsten Spitze des Freistaates Thüringen gelegen, erstreckt sich der Landkreis vom Rennsteig im Norden über die Höhen des Thüringer Waldes in das Tal der Werra bis zum Heldburger Unterland im Süden.
Im Süden grenzt der Landkreis an das Bundesland Bayern. Auf historischen Wurzeln der gemeinsamen fränkischen Heimat, lange getrennt durch die deutsch-deutsche Grenze, entwickelt sich hier ein neues Zusammengehörigkeitsgefühl, symbolisiert vor allem durch das Grüne Band des ehemaligen Grenzstreifens und die Flusstäler von Rodach und Kreck.
Das Planungsgebiet ergibt sich aus den, dem Landkreis Hildburghausen angehörigen Gemeinden und Städten, abzüglich der bereits eigenständig tätigen VG Feldstein, der Stadt Themar und der VG Heldburger Unterland.
Die Gemeinde Masserberg hat sich kurz vor Antragseinreichung beim Bund dem landkreisweiten Antrag angeschlossen. Aus Synergiegründen war eine Konsolidierung mit dem restlichen Planungsgebiet des Landkreises sinnvoll. Die Zahlen zu Investitionen und zur geplanten Infrastrukturen spiegeln sich im Gesamtantrag wieder. Das Planungsgebiet umfasst somit eine Fläche von ca. 576 m³, auf der rund 49.113 Einwohner leben. Zudem sind insgesamt etwa 2.530 kommerzielle Nachfrager hier ansässig.

Darstellung der bisherigen Tätigkeiten

Der Landkreis Hildburghausen hat die zentrale Bedeutung der Digitalisierung sowie einer informations- und kommunikationstechnische Infrastruktur für die Standortentwicklung einer Region bereits vor längerer Zeit anerkannt. Um einen validen Entwicklungsplan für den langfristigen Breitbandausbau zu erstellen, sind kommunalrechtliche, volks- und betriebswirtschaftliche, technologische und organisatorische Aspekte zu berücksichtigen. Bereits im Rahmen des 2012 vom Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Technologie konnten für einige Gemeinden des Landkreises Verbesserungen der Breitbandversorgung erreicht werden. In einer umfangreichen Analyse im Vorfeld der Antragstellung für das Bundesförderprogramm hat der Landkreis den Stand der Ist-Versorgung und verschiedenen technische Lösungsoptionen mit Hilfe einer Planungsbüros untersuchen lassen. Ebenso erfolgten eine Bewertung verschiedener Realisierungsmodelle sowie die Ermittlung ökonomischer Kennzahlen, sodass die eigentliche Antragsstellung gut vorbereitet war.

Ergänzung der bisherigen Tätigkeiten durch die aktuelle Förderung

Die Bundesförderung zur Unterstützung des Breitbandausbaus in der Bundesrepublik Deutschland fügt sich in den strategischen Entwicklungsplan des Landkreises ein und stellt einen logischen Folgeschritt der bisherigen Aktivitäten dar. Die Bundesförderung ist auf Projektdurchführung und Baumaßnahmen bis Ende 2018 angelegt. An der bereits geschaffenen Infrastruktur kann durch den nun angestrebten Ausbau zum Teil angeknüpft werden. Eine weitere Verbesserung der Breitbandversorgung wird als notwendig erachtet, um den steigenden Anforderungen der Privathaushalte, Gewerbetreibenden sowie der institutionellen Nachfragern gerecht zu werden.

Aktuelle Versorgungslage und generelle Zielsetzung

Die Ist-Versorgung wurde auf Basis des Breitbandatlas des Bundes ausgewertet. Diese Auswertung wurde ergänzt und verifiziert durch adressscharfe Listen der Netzbetreiber, die im Rahmen des Markterkundungsverfahrens angefordert wurden. Unter Berücksichtigung des angekündigten Ausbaus der Telekom Deutschland GmbH können im Untersuchungsgebiet knapp 80 % der Haushalte mit einer Bandbreite von über 30 Mbit/s versorgt werden. Durch den Einsatz der Vectoring-Technologie sind in einigen Bereichen sogar Geschwindigkeiten bis zu 100 Mbit/s möglich. Rund 20 % aller Haushalte können noch nicht auf Geschwindigkeiten zukunftsfähiger NGA-Netze zurückgreifen. Der flächendeckende Ausbau mit hochleistungsfähigen Netzen ist insbesondere für diese verbleibenden weißen NGA-Flecken in den Randbereichen der Gemeinden und Städte eine Herausforderung.
Die generelle Zielsetzung der antragstellenden Gemeinden und Städten des Landkreises ist es, den flächendeckenden Ausbau der Breitbandversorgung als Hochleistungsnetz mit mindestens 50 Mbit/s bis 2018 voranzutreiben. Die mittelfristige Zielsetzung ist es, einen flächendeckenden Glasfaserausbau zu realisieren, um den Wirtschafts- und Lebensstandort für Gewerbetreibende, Gewerbe- und Dienstleistungsansiedlungen sowie den Bürgern noch attraktiver zu gestalten. Das Gesamtziel des Vorhabens ist dabei, die Wettbewerbsfähigkeit auch zukünftig gegenüber konkurrierendenr Regionen zu erhalten.

 

Logo Ministerium Breitband
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