Übergabe Fahrzeugen und Ausrüstungsgegenständen des überörtlichen Brandschutzes und Katastrophenschutz
Am Freitag, den 19. September 2025, fand am Katastrophenschutzzentrum des Landkreises Hildburghausen eine feierliche Übergabe von Fahrzeugen und Ausrüstungsgegenständen des überörtlichen Brandschutzes sowie des Katastrophenschutzes statt.
Marcel Koch aus dem Amt für Ordnung, Sicherheit und Verkehr / Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz begrüßte die zahlreichen Gäste. Unter ihnen waren Landrat Sven Gregor, Staatssekretär Bausewein aus dem Thüringer Innenministerium, Vertreterinnen und Vertreter der Städte und Gemeinden sowie viele Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren. Für das leibliche Wohl sorgte die Feldküche, die Halle des Katastrophenschutzzentrums war mit viel Liebe zum Detail dekoriert.
„Mit diesen Investitionen stärken wir die Einsatzbereitschaft unserer Feuerwehren und den Katastrophenschutz im Landkreis entscheidend. Damit erhöhen wir die Sicherheit für die Bürgerinnen und Bürger unseres Landkreises wie auch im gesamten Freistaat Thüringen“, betonte Landrat Gregor.
Übergabe moderner Einsatzfahrzeuge und Technik
Im Rahmen der Veranstaltung wurden folgende Fahrzeuge und Geräte offiziell übergeben:
- Mannschaftstransportwagen Stufe 2 für die Stützpunktfeuerwehr Heldburg
- Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 20 Stufe 2 für die Stützpunktfeuerwehr Schönbrunn
- Schlauchwagen KatS Stufe 3 für die Stützpunktfeuerwehr Römhild (bereitgestellt durch den Bund)
- Drehleiter Automatik mit Korb 23/12 Stufe 2 für die Stützpunktfeuerwehr Hildburghausen
- Kommandowagen HBN-Land 10/3 für den Einsatzleitdienst der Brandschutzdienststelle
- Kommandowagen HBN-Land 10/1 für die Brandschutzdienststelle
- Teleskoplader Stufe 3 für Katastrophenschutz und Landeslager Süd
- Fernmeldebetriebsstelle Katastrophenschutz – nach 2,5 Jahren Umbau- und Aufbauzeit offiziell in Betrieb genommen
Mit dieser Ausstattung wird die Leistungsfähigkeit der Stützpunktfeuerwehren sowie der Katastrophenschutzeinheiten im Landkreis nachhaltig gestärkt. Am 24. September 2025 fand die Sicherheits- und Fahrprüfung für den neuen Teleskoplader statt. Die Einweisung und Abnahme erfolgte durch die Firma Beutlhauser.Der Tag begann mit einer theoretischen Schulung am Vormittag. Alle neun teilnehmenden Personen erhielten anschließend eine Einzelunterweisung. Nach erfolgreich bestandener Prüfung durfte zur Probe gefahren werden. Dabei wurden verschiedene praktische Übungen durchgeführt, unter anderem der Transport beziehungsweise Beladung sowie der Wechsel zwischen den drei unterschiedlichen Anbaugeräten – automatisch verstellbare Palettengabel, Schüttgut- und Räumschaufel.
Dank an Einsatzkräfte im Katastrophenschutzeinsatz Saalfeld-Rudolstadt
Besonderen Raum nahm im Rahmen der Veranstaltung der Dank an die Einsatzkräfte ein, die im Juli 2025 beim großen Waldbrand im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt über mehrere Tage im Katastrophenschutzeinsatz standen. Mehrere Katastrophenschutzeinheiten aus dem Landkreis Hildburghausen waren daran beteiligt, darunter der Sanitätszug, der Betreuungszug, die Untereinheit Wassertransport, der Einsatzzug Retten sowie Kräfte aus dem Landeslager Süd am Feuerwehrtechnischen Zentrum. Unter anderem wurden 300 Feldbetten, Kissen und Decken in das Einsatzgebiet transportiert. „Unsere Feuerwehrleute und Helfer im Katastrophenschutz haben mit höchstem Engagement und Professionalität dazu beigetragen, die Lage in Saalfeld-Rudolstadt unter Kontrolle zu bringen. Dieses große ehrenamtliche Engagement verdient höchste Anerkennung und unseren tiefsten Dank“, unterstrich Landrat Gregor. Auch Staatssekretär Bausewein hob in seinem Grußwort die unverzichtbare Rolle der Ehrenamtlichen hervor und betonte, dass der Freistaat Thüringen den Landkreisen und Kommunen weiterhin verlässlich zur Seite stehen werde.
Gemeinsamer Ausklang
Kreisbrandinspektor Florian Schupp und Sachgebietsleiter Philipp Major betonten in ihren Reden den großen Zusammenhalt innerhalb der Feuerwehr und die Bedeutung ortsübergreifender Zusammenarbeit. „Man lernt nie aus – umso wertvoller ist es, dass ihr alle in eurer Freizeit euer Ehrenamt weiter ausbaut. Die Technik und die verschiedenen Fahrzeuge entwickeln sich immer weiter und müssen auch bedient werden können“, so Major. Der Tag endete mit einem gemeinsamen Ausklang, Erfahrungsaustausch und der Begutachtung der neuen Fahrzeuge.
Hintergrund
Die Investitionen von rund 2,5 Millionen Euro in den Brand- und Katastrophenschutz sind ein Zusammenspiel von Eigenmitteln des Landkreises, Förderungen des Freistaates Thüringen sowie Zuweisungen des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Sie sichern die Einsatzfähigkeit der Feuerwehren, verbessern die Gefahrenabwehr und tragen dazu bei, in Katastrophenlagen schnell und effektiv reagieren zu können.