Stiftung Anerkennung und HilfeINFORMATION Halbzeit bei der Stiftung Anerkennung und Hilfe Mit der Stiftung Anerkennung und Hilfe wurde ein Hilfesystem für Menschen bereitgestellt, die als Kinder oder Jugendliche in der DDR (1949–1990) oder der BRD (1949–1975) in stationären Behinderteneinrichtungen oder Psychiatrien Leid und Unrecht erfahren haben und heute noch an den Folgewirkungen leiden. www.stiftung-anerkennung-und-hilfe.de/DE/Infos-fuer-Betroffene/Anlauf-und-Beratungsstellen/thueringen-anlaufstelle.html <http://www.stiftung-anerkennung-und-hilfe.de/DE/Infos-fuer-Betroffene/Anlauf-und-Beratungsstellen/thueringen-anlaufstelle.html>
Zweieinhalb Jahre nach der Gründung der Stiftung Anerkennung und Hilfe zieht die Thüringer Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, Heike Werner (DIE LINKE), ein positives Zwischenfazit über die bisherige Arbeit der Stiftung und ihre Inanspruchnahme durch Betroffene. Hinter den nüchternen Zahlen verbirgt sich eine große Bandbreite von Leid und Unrecht: Körperliche, sexuelle und psychische Gewalt, unangemessene Strafen, Medikamentenmissbrauch, Zwangsarbeit, verweigerte Schul- und Berufsausbildung und nicht zuletzt Unterbringungsbedingungen, die den Betroffenen keinerlei Privatsphäre und keine Möglichkeit zur persönlichen Entfaltung boten. Dies sind nur einige der Problemfelder, die den Mitarbeitern der Anlauf- und Beratungsstelle, die dem Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie angegliedert ist, in ihrer täglichen Arbeit begegnen. Heute ist Thüringen von den ursprünglich kalkulierten bis zu 2.000 Anmeldungen noch ein gutes Stück entfernt. Aus Sicht von Ministerin Werner liegt dies nicht zuletzt daran, dass viele Menschen, die von der Stiftung profitieren könnten, noch nicht ausreichend über deren Leistungen informiert sind. Häufig benötigen sie zudem Unterstützung durch Dritte, um sich an die Anlauf- und Beratungsstelle zu wenden und ihre Leidensgeschichte zu erzählen. Hier sind Einrichtungen, in denen viele der Betroffenen heute noch wohnen, gesetzliche Betreuerinnen und Betreuer sowie diejenigen, die in ihrem Alltag Umgang mit Menschen mit Behinderungen haben, gefordert. „Die Stiftung Anerkennung und Hilfe zum Erfolg zu führen, ist eine Herausforderung, der wir uns stellen müssen. Was den Betroffenen angetan wurde, können wir nicht ungeschehen machen, aber wir können die Chance nutzen, ihr schweres Schicksal anzuerkennen und einen Beitrag zu leisten, um ihr heutiges Leben zu verbessern.“, so Ministerin Werner. Sie hoffe, dass noch viele Betroffene die Angebote der Stiftung wahrnehmen. Eine Anmeldung ist noch bis zum 31. Dezember 2020 möglich. |
| 25.07.2019 |
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